Neue Doku-Reihe: Überleben im Haushalt (Teil 1: Currywurst und Pommes)
- am 02.28.08
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- 4 Kommentare
Liebe Freunde der kulinarischen Gaumenfreuden,
Schweinkram.com soll nicht allein dazu dienen, die Massen zu unterhalten und amüsieren, sondern stattdessen auch wertvolle Tipps zur Bewältigung des gewöhnlichen Alltags beisteuern. Ein Großteil dieses Alltags spielt sich laut statistischen Hochrechnungen der letzten 50 Jahre in der Küche ab. “Zeig mir Deine Pfannen, und ich sag’ Dir, wie Du isst.” Ein Spruch, der nicht von ungefähr kommt.
Besonders Single-Männer in einem Haushalt, welcher eher einer Einzelhaft ähnelt, kennen das Problem: Was kochen? Spaghetti mit der schuhsohlenartigen Soße von letzter Woche, oder doch lieber wieder Döner von umme Ecke? Ich möchte an dieser Stelle ein wenig Abwechslung, vor allem aber eine ungemein gesunde Alternative in diesen begrenzten Auswahlkreis einbringen: Des Deutschen liebstes Kind, die Currywurst mit Pommes. Ich habe zu diesem Zweck schon einmal etwas vorbereitet, zu sehen auf dem nachfolgenden Bild.

Der erste Schritt wird nun darin bestehen, die frisch gesäuberte, alternativ auch neu gekaufte, Friteuse mit ausreichend Fett auszustatten. Die vorgeschlagene Menge, welche meine Friteuse in diesem Fall vorschreibt, beträgt 1,5 Liter. Da ich aber auch nichts zu verschenken habe, habe ich einfach mal ein Auge zugedrückt und beide Packungen (je ein Liter) des leckeren Pflanzenfetts mit einem Ninjaschwert zerkleinert und komplett in den “Bauch” der Friteuse gegeben.

Um den gleich zu frittierenden Pommes einen artgerechten Lebensraum zu ermöglichen, empfiehlt sich eine Erhitzung des Fetts auf satte 170° Celsius, einzustellen am dafür vorgesehenen und mitgelieferten Schieberegler der Friteuse an der Außenwand.
Während sich das Fett nun anschickt, auf Temperatur zu kommen, widmen wir uns parallel der Zubereitung der Currywurst. Hier darf es übrigens keine “normale” Currywurst sein, sondern diese muss zwingend in einem zertifizierten Wurst- und Fleischwarenhandel käuflich erworben werden. Dies ist besonders wichtig, um die spätere Konsistenz der Currywursthaut unter extremen Temperaturen zu gewährleisten. Imitate werden schnell rissig und fallen auseinander, von diesen bitte ich daher strengstens abzusehen! Ein ordentlicher Klumpen Butter in die Pfanne (bloß nicht sparsam sein!), und schon können wir auch diese erhitzen und die Wurst hinzugeben.

Derweil hat die Friteuse auch bereits das Herz des Fetts zum Schmelzen gebracht, deutlich zu erkennen an zwei gegebenen Umständen:
a) Das Fett schimmert in wellenartigen Mustern
b) Der rote Knopf am Netzschalter des Geräts ist erloschen

Nun ist es an der Zeit, eine gewählte Anzahl wagemutiger Kartoffelstangen in ihren nahenden Hitzetod zu befördern. Da auch hier die Devise “Lieber zu viel als zu wenig” lautet, kann man ruhig ein paar Mal beherzt in den tiefgekühlten Beutel der Pommes-Tüte greifen und diese dann gekonnt in den Frittierkorb befördern. Und schwupps, schon gehen sie baden, und das für exakt 10 Minuten.

Die Wurst fängt wenig später bereits leise an zu wimmern, was ein Zeichen dafür ist, sie doch bitte einmal umzudrehen. An der gesunden Bräune, die entfernt an Solariumbesuche unvernüftiger Mitmenschen erinnert, wird deutlich, dass wir uns auf einem guten Wege der Vollendung befinden.

Drei Minuten nur noch, gleich ist es soweit!

DINGDINGDING! Die eingebaute Eieruhr des Herds weist in ihrer unnachahmlichen Art und Weise auf das Ende des Frittiervorgangs hin. Während wir den Frittierkorb nun aus dem Fettbad befreien und austropfen lassen, widmen wir uns erneut der Wurst.
Diese wird lasziv am Rand des Tellers platziert, der Fantasie sind hierbei keine Grenzen gesetzt. Nachfolgend wird die Wurst nun mit Curry-Gewürz-Ketchup bekleidet und mit speziellem Currywurst-Gewürzpulver bepudert.

Die Pommes werden nun aus dem Frittierkorb in eine sterile Schüssel geschüttet, mit schätzungsweise drei Kilo Salz bestreut und ordentlich durchgeschüttelt und gewirbelt.

Nun die Pommes auf den Teller (mit dem schönen Friesenmuster, danke an dieser Stelle an meine Mama!) legen und im Anschluss mit massig Ketchup ertränken. Fertig ist der Gaumenschmaus! Guten Appetit!

Das benutzte Geschirr wird im Anschluss vom bebrüsteten Fachpersonal gereinigt und in die Schränke zurückgestellt.
Herzlichst, bleiben Sie mir gesund!
Ihr Tom Mälzer
Sieht gesund und lecker aus! :)
Nicht auszudenken, welche kulinarischen Feuerwerke man entzünden könnte, wenn man erst eine Rezeptvariation mit der Superwurst ausprobieren würde!
Thomas….niemals BUTTER zum Braten nehmen, das ist KREBSERREGEND! Und außerdem kann man auch sehr gut das gleißche Friteusenfett für die Currywurst nutzen. Das hat den Vorteil, dass der Apachenpimmel von allen Seiten gleich braun ist (Das Auge isst mit!) und man eine Pfanne weniger im Abwasch hat. Ein Dankeschön an dieser Stelle an meine Mama für die nützlichen Tipps aus dem Wissenspool, der bei uns von Generation zu Generation weitergegeben wurde. In unserer Familie waren schon die Mammutkeulen ein kulinarisches Meisterwerk.
Mit freundlichen Grüßen,
Der Meisterfriteusist
Currywurst frittieren. Bah. Wohl im Schmierimbiss “Beim Jupp” oder “Am Eck” gelernt..
Brrrr.
Richtig, Pepper. Das geht mal gar nicht… Dann kann man auch in der Kantine oder der Mensa essen gehen oder bei “Futtern wie bei Muttern!”
Aber klein schnippeln hättest Du sie noch können, Tom…