Michael Jackson

Dass Michael Jackson ja mittlerweile gar nicht viel mehr ist, als ein armer Wicht, dürfte wahrscheinlich jeder wissen. Schulden noch und nöcher und nachgesagter Dreck am Stecken sowie abfallende Körperteile lassen einfach nicht mehr viel übrig von dem kleinen Jungen, der damals so nett sang und tanzte. Irgendjemand meinte mal “Michael Jackson was a poor black boy who grew up to be a rich white woman” – was es eigentlich ganz gut auf den Punkt bringt.

Als Kind war ich ziemlicher Michael Jackson-Fan. Ich hatte natürlich das Bad-Album, war der Meinung, ich könnte so tanzen und mich so bewegen wie Michael, natürlich hab ich dauernd den Moonwalk geübt (zugegebenermaßen nur mit wenig Erfolg) und als sein Film “Moonwalker” ins Kino kam, hab ich diesen bestimmt 7 oder 8 mal geguckt. Einmal sogar zusammen mit meiner Mutter. Wer den Film kennt, kann sich in etwa vorstellen, wie sich meine Mutter damals gefühlt haben muss.

Trotzdem kann ich nur empfehlen, sich den Film wirklich mal anzuschauen, denn obwohl die Story so derartig hanebüchen ist (Ein Bösewicht namens “Mr. Big” will Kinder unter Drogen setzen, um die Weltherrschaft an sich zu reißen. Dabei verwandelt sich Michael Jackson nacheinander in ein Auto, ein Raumschiff und einen Roboter und rettet natürlich nicht nur die Welt, sondern selbstverständlich und in erster Linie natürlich die Kinder), zeigt der Film irgendwie sehr deutlich, was für eine durchgeknallte Figur Michael Jackson eigentlich ist, der immer ein Kind bleiben wollte und in welcher Traumwelt er eigentlich lebt.

Ein Teil seiner selbst erschaffenen Traumwelt war mit Sicherheit seine Neverland-Ranch. Neverland ist ursprünglich ein Ort aus Peter Pan, wo man nie erwachsen wird und wo es vor lauter Elfen, Piraten, Indianer, Meerjungfrauen und natürlich auch ganz gewöhnlichen Kindern nur so wimmelt. In Michael Jacksons Neverland gab es zwar nicht immer Elfen oder Meerjungfrauen zu sehen, aber dafür immer jede Menge Kinder, die er regelmäßig einlud um mit ihm seinen Vergnügungspark zu besiedeln.

Als nun aber spätestens seit den Kindesmissbrauch-Vorwürfen bei Herrn Jackson alles den Bach runterging, verließ er 2005 seine Ranch, wo seitdem alles mehr oder weniger verrottet und traurig reinschaut. Wirklich traurig. Man beachte die folgende Fotostrecken:

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Die Ruinen der Neverland Ranch

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Neverland bei Nacht

Traurig und irgendwie sehr gruselig.

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