Die Versatel macht Witze
- on 08.12.08
- Übrigens
- 11 Kommentare
Witz des Tages: eine Rechnung über 73,20 Euro für den letzten Monat.
Applaus!
Witz des Tages: eine Rechnung über 73,20 Euro für den letzten Monat.
Applaus!
Hurra, aus gegebenem Anlass haben wir einen weiteren Gastschreiberling. Es handelt sich dabei genau genommen um meine liebe Freundin Natalie, die seit einigen Tagen eine regelrechte Sensation auf ihrem Küchenfensterbrett beobachten kann – dort hat sich nämlich eine Amselfrau ein Nest in einer ehemaligen Topfpflanze gebaut, die eigentlich nur auf der Fensterbank stand, damit sie sich noch mal erholt (die Topfpflanze, nicht die Amselfrau). Was da nun alles passiert ist und passieren wird, teilt sie uns nun immer tagesaktuell mit und dokumentiert die letzten Ereignisse. Natürlich nur für euch, liebe Schweinkram-Freunde! :)
Also aufi zum ersten Eintrag!
Seit ich 16 bin und behaupten kann, einen einigermaßen regelmäßigen Bartwuchs zu haben, bin ich auf der Suche nach der idealen Gesichtsbehaarung. Anfangs fing alles noch ganz ganz schrecklich an, mit eigentlich dem schlimmsten Bart, den man nur haben kann – nämlich der sogenannten Gesichtsmuschi bzw. dem von mir als “Arschloch-Bart” bezeichneten, o-förmigen Kranz von Oberlippe bis zum Kinn. Keine Ahnung, was mich damals dazu getrieben hat, aber ich glaube fast sogar, ich fand diese Bartform sowas ähnliches wie cool, vielleicht sogar attraktiv. Wie absurd.
In meinem Führerschein trage ich ein Foto aus der Zeit leider Gottes immer noch mit mir rum. Inklusive einer bescheuerten Fönfrisur. Siehe hier:

Einige Jahre später dachte ich mir, komm, Oberlippe muss ja nun wirklich nicht sein (obwohl mein Vater einen solchen schon seit geschätzten 40 Jahren hegt und pflegt und ich ihn eigentlich auch gar nicht mehr anders sehen möchte) und ich verabschiedete mich per Rasur von ebendieser Passage. Damit mein Gesicht allerdings noch ein bisschen mehr Form bekommen sollte (und insgeheim auch von diversen speckigen Gegenden im Gesicht ablenken sollte), habe ich mir entlang des Unterkiefers noch eine Art Linie wachsen lassen. Nunja. Fand ich jahrelang gar nicht mal schlecht und würde heute tatsächlich auch noch mal drüber nachdenken, wenn ich die Wahl hätte zwischen gar keinem und diesem Bart.
Schön zu sehen nach wie vor in meinem aktuellen Ausweis:

Noch später dann war ich der Meinung, papperlapapp, Bärte Popärte, mach ma alles weg. Aber halt! Ganz ohne sah auch total fürchterlich aus. Deswegen entschied ich mich für einen Minimalbart, auch “Gaza-Streifen” genannt. Hier rechts im Bild.
War natürlich auch nix und als der nächste Schwung Haare nachkam, wurde wieder zur letzten Variante zurückgekehrt. Diese hielt sich etwa bis vor zwei Jahren, als ich rasurmäßig plötzlich immer fauler wurde. Resultat war des öfteren ein stattlicher 3- bis 5-Tage-, bzw. Vollbart, der der Einfachheit halber vielleicht drei-vier mal im Monat zurück auf Stoppellänge gestutzt wurde. Diese Methode wende ich momentan immer noch an, hier mal ein aktuelles Bild von vor wenigen Minuten:

Da ich aber schon immer gerne mal den ein oder anderen Experimentierbart mein eigen nennen konnte, wie zum Beispiel den trendy Schnurrbart zu Karneval 2007 – siehe hier:

…oder auch den tollen Lasterfahrerbart, von dem ich leider gerade nur dieses Foto zur Hand habe:

…uuund ich zudem nach einiger Zeit Rasurabstinenz schon wieder einen kleinen Rauschebart in Spe habe, grübel ich gerade darüber nach, ob ich nicht mal wieder etwas Neues ausprobiere oder vielleicht noch mal den Lasterfahrerbart, der mir wirklich ganz gut gefallen hat, zurechtstutze. Meinungen dazu natürlich immer gerne in die Kommentare.
Um jetzt aber mal zum Punkt zu kommen, warum ich diesen Eintrag heute geschrieben habe, ist die folgende Seite, auf die ich heute morgen gestoßen bin. Da versucht doch allen Ernstes ein junger Mann das Unmögliche – nämlich sich jeden erdenklichen Bart, den es gibt, stehen zu lassen. Auf seiner Seite gibt es schon eine illustre Auswahl von Bartkreationen und ich bin gelinde gesagt begeistert! Guckt euch die Fotos einfach mal an, diese Seite hat – wie man so schön sagt – bereits jetzt meinen Tag gemacht!
Der Engländer Howard Webb ist als Schiedsrichter für das Viertelfinal-Hinspiel des FC Bayern im Uefa-Cup am Donnerstag gegen den FC Getafe nominiert worden.
Für das Hinspiel Bayer Leverkusens gegen den russischen Meister Zenit St. Petersburg fiel die Wahl auf Olegario Benquerenca aus Portugal. Der Russe Juri Baskakow leitet das Hinspiel zwischen den Glasgow Rangers und Sporting Lissabon, der Franzose Laurent Duhamel die Begegnung zwischen dem AC Florenz und dem PSV Eindhoven.

Ich erinnere mich noch lebhaft, wie uns damals in der Grundschule der Umgang bzw. die Pflege unserer Zähne anhand des Buches “Karius und Baktus” nähergebracht sowie die schweren Folgen bei einer Missachtung mahnend aufgezeigt wurden. Ich gestehe: Ich hatte tierische Panik vor diesen zwei Monstern, die der Legende nach mit scharfen Spitzhacken im gesamten Mundraum wüteten und ein entstelltes Esszimmer des Grauens hinterließen. Dass ich trotzdem regelmäßig beim Zahnarzt Dr. Goldenbogen (so hieß der damals, meine Mutter geht auch heute noch zu diesem Grobian!) in Panik- und Tränenattacken ausgebrochen bin, konnte dieses Buch zwar nicht kurieren, aber das ist ohnehin ein andere Geschichte.
Die Verfilmung dieses Buches habe ich bereits vollständig verdrängt, umso erfreuter und überraschter war ich soeben, als ich sie durch Zufall wiedergefunden habe. Handwerklich grandios inszeniert, kann ich mich gar nicht mehr dran erinnern, ob ich sie überhaupt jemals gesehen habe. Ich bin mir nämlich sicher, im Fall der Fälle von tagelangen Alpträumen geplagt worden zu sein, für mich sind diese Puppen der absolute Horror! Drum vergebe ich kurzerhand und zum ersten Mal ein “Ab 18!”-Siegel für ein Video auf dieser Seite. Ansehen auf eigene Gefahr und nach erfolgtem Altersnachweis!
Passend zu Stefans Beitrag sehe ich mich inspiriert, an dieser Stelle auch einmal die grässlichsten Filmplakat-Verbrechen aller Zeiten vorzustellen. Der kleine Unterschied: Diese “Missgeschicke” sind durch und durch von den verantwortlichen Grafikern gewollt. Ob sie ihre Wirkung allerdings bestätigt haben, darf vermutlich bezweifelt werden.


Der neue Smash-Hit von Mareia Käri. Ein kleiner Lückenfüller am Wochenende.
Liebe Freunde der kulinarischen Gaumenfreuden,
Schweinkram.com soll nicht allein dazu dienen, die Massen zu unterhalten und amüsieren, sondern stattdessen auch wertvolle Tipps zur Bewältigung des gewöhnlichen Alltags beisteuern. Ein Großteil dieses Alltags spielt sich laut statistischen Hochrechnungen der letzten 50 Jahre in der Küche ab. “Zeig mir Deine Pfannen, und ich sag’ Dir, wie Du isst.” Ein Spruch, der nicht von ungefähr kommt.
Besonders Single-Männer in einem Haushalt, welcher eher einer Einzelhaft ähnelt, kennen das Problem: Was kochen? Spaghetti mit der schuhsohlenartigen Soße von letzter Woche, oder doch lieber wieder Döner von umme Ecke? Ich möchte an dieser Stelle ein wenig Abwechslung, vor allem aber eine ungemein gesunde Alternative in diesen begrenzten Auswahlkreis einbringen: Des Deutschen liebstes Kind, die Currywurst mit Pommes. Ich habe zu diesem Zweck schon einmal etwas vorbereitet, zu sehen auf dem nachfolgenden Bild.

Der erste Schritt wird nun darin bestehen, die frisch gesäuberte, alternativ auch neu gekaufte, Friteuse mit ausreichend Fett auszustatten. Die vorgeschlagene Menge, welche meine Friteuse in diesem Fall vorschreibt, beträgt 1,5 Liter. Da ich aber auch nichts zu verschenken habe, habe ich einfach mal ein Auge zugedrückt und beide Packungen (je ein Liter) des leckeren Pflanzenfetts mit einem Ninjaschwert zerkleinert und komplett in den “Bauch” der Friteuse gegeben.

Um den gleich zu frittierenden Pommes einen artgerechten Lebensraum zu ermöglichen, empfiehlt sich eine Erhitzung des Fetts auf satte 170° Celsius, einzustellen am dafür vorgesehenen und mitgelieferten Schieberegler der Friteuse an der Außenwand.
Während sich das Fett nun anschickt, auf Temperatur zu kommen, widmen wir uns parallel der Zubereitung der Currywurst. Hier darf es übrigens keine “normale” Currywurst sein, sondern diese muss zwingend in einem zertifizierten Wurst- und Fleischwarenhandel käuflich erworben werden. Dies ist besonders wichtig, um die spätere Konsistenz der Currywursthaut unter extremen Temperaturen zu gewährleisten. Imitate werden schnell rissig und fallen auseinander, von diesen bitte ich daher strengstens abzusehen! Ein ordentlicher Klumpen Butter in die Pfanne (bloß nicht sparsam sein!), und schon können wir auch diese erhitzen und die Wurst hinzugeben.

Derweil hat die Friteuse auch bereits das Herz des Fetts zum Schmelzen gebracht, deutlich zu erkennen an zwei gegebenen Umständen:
a) Das Fett schimmert in wellenartigen Mustern
b) Der rote Knopf am Netzschalter des Geräts ist erloschen

Nun ist es an der Zeit, eine gewählte Anzahl wagemutiger Kartoffelstangen in ihren nahenden Hitzetod zu befördern. Da auch hier die Devise “Lieber zu viel als zu wenig” lautet, kann man ruhig ein paar Mal beherzt in den tiefgekühlten Beutel der Pommes-Tüte greifen und diese dann gekonnt in den Frittierkorb befördern. Und schwupps, schon gehen sie baden, und das für exakt 10 Minuten.

Die Wurst fängt wenig später bereits leise an zu wimmern, was ein Zeichen dafür ist, sie doch bitte einmal umzudrehen. An der gesunden Bräune, die entfernt an Solariumbesuche unvernüftiger Mitmenschen erinnert, wird deutlich, dass wir uns auf einem guten Wege der Vollendung befinden.

Drei Minuten nur noch, gleich ist es soweit!

DINGDINGDING! Die eingebaute Eieruhr des Herds weist in ihrer unnachahmlichen Art und Weise auf das Ende des Frittiervorgangs hin. Während wir den Frittierkorb nun aus dem Fettbad befreien und austropfen lassen, widmen wir uns erneut der Wurst.
Diese wird lasziv am Rand des Tellers platziert, der Fantasie sind hierbei keine Grenzen gesetzt. Nachfolgend wird die Wurst nun mit Curry-Gewürz-Ketchup bekleidet und mit speziellem Currywurst-Gewürzpulver bepudert.

Die Pommes werden nun aus dem Frittierkorb in eine sterile Schüssel geschüttet, mit schätzungsweise drei Kilo Salz bestreut und ordentlich durchgeschüttelt und gewirbelt.

Nun die Pommes auf den Teller (mit dem schönen Friesenmuster, danke an dieser Stelle an meine Mama!) legen und im Anschluss mit massig Ketchup ertränken. Fertig ist der Gaumenschmaus! Guten Appetit!

Das benutzte Geschirr wird im Anschluss vom bebrüsteten Fachpersonal gereinigt und in die Schränke zurückgestellt.
Herzlichst, bleiben Sie mir gesund!
Ihr Tom Mälzer