Als Grafiker einer Zeitschrift muss man sich oft wirklich zusammenreißen. In meinem Fall eher weniger weil man mit dem Inhalt des Heftes nicht einverstanden ist (obwohl es eigentlich immer mal wieder tolle Anlässe gäbe, arbeite ich ja schließlich nicht beim Spiegel oder der brand.eins sondern bei einem leider oft recht trivialen Technomagazin), sondern weil ich einfach dazu neige, Quatsch zu machen. Das war schon in der Schule so, in der Ausbildung und bis heute hat sich da nicht wirklich viel verändert, obwohl ich mir natürlich heute wesentlich bewusster darüber bin, dass sowas auch schon mal den Job kosten kann. Also halte ich mich in der Regel lieber zurück, obwohl die Position, als Grafiker quasi der Letzte in der Produktionskette einer Zeitschrift zu sein, irgendwie seeeehr reizvoll ist.
Weniger aus Quatsch- sondern vielmehr aus der-Letzte-macht-das-Licht-aus-Gründen hat eine solche heimliche Botschaftsversteckung in der letzten Ausgabe der DVD Vision stattgefunden. Man siehe sich dazu bitte diesen Artikel an.
Fast noch interessanter als den hier vorliegenden Fall finde ich allerdings die Geschichte des englischen Journalisten und TV-Moderators James May. Dieser war Mitherausgeber der Zeitschrift “Autocar”, die ihm nach einiger Zeit derartig auf die Nerven ging, dass er eine versteckte Botschaft im Heft platzierte. Die Artikel der Zeitschrift begannen mit einem besonders großen Buchstaben, die den Artikel einleiteten. Wenn man nun die “Special Road Test Yearbook Issue 1992″ zur Hand nahm und ebendiese großen Buchstaben Artikel für Artikel aneinanderreihte, konnte man folgende Aussage konstruieren: So you think it’s really good, yeah? You should try making the bloody thing up. It’s a real pain in the arse.
Siehe hier:

Respekt!
Kurz darauf wurde James May gefeuert. So kanns gehen.
In der Raveline war übrigens noch nie irgendwas versteckt.
Oder doch?
:)