International Dance Party
- on 03.28.08
- Humorig
- Ein Kommentar
Da werd ich mein DJ-Dasein wohl an den Nagel hängen.
Da werd ich mein DJ-Dasein wohl an den Nagel hängen.
Es könnte mehrere Gründe geben, warum ich dieses Bild, welches heute in den Husumer Nachrichten zu finden war, so sehr mag:

—
Ist es der Proband, der offensichtlich nicht nur keine Schmerzen hat, sondern auch sichtlich erfreut über das ganze Prozedere ist…?
Ist es die Frau, die nicht nur mit einem, sondern gleich mit zwei Stäbchen eine Speichelprobe bei der Testperson entnimmt – ohne dabei allerdings zu sehen, was sie da überhaupt macht, sondern es bevorzugt, in die Kamera zu lächeln…?
Sind es die insgesamt fünf Personen (inkl. einem Kind), die anscheinend für eine Probennahme erforderlich sind…?
Oder sind es einfach nur die Bushido-Poster sowie die tolle Collage, die im Hintergrund an der Wand hängen?
…ich weiß es nicht, aber trotzdem erfreue ich mich schon einige Zeit an diesem herrlichen Bilddokument und der eindeutigen Aussage, wie viel Spaß doch so eine Probenentnahme-Party machen kann. Ich glaub, ich organisier auch mal eine.
Ich erinnere mich noch lebhaft, wie uns damals in der Grundschule der Umgang bzw. die Pflege unserer Zähne anhand des Buches “Karius und Baktus” nähergebracht sowie die schweren Folgen bei einer Missachtung mahnend aufgezeigt wurden. Ich gestehe: Ich hatte tierische Panik vor diesen zwei Monstern, die der Legende nach mit scharfen Spitzhacken im gesamten Mundraum wüteten und ein entstelltes Esszimmer des Grauens hinterließen. Dass ich trotzdem regelmäßig beim Zahnarzt Dr. Goldenbogen (so hieß der damals, meine Mutter geht auch heute noch zu diesem Grobian!) in Panik- und Tränenattacken ausgebrochen bin, konnte dieses Buch zwar nicht kurieren, aber das ist ohnehin ein andere Geschichte.
Die Verfilmung dieses Buches habe ich bereits vollständig verdrängt, umso erfreuter und überraschter war ich soeben, als ich sie durch Zufall wiedergefunden habe. Handwerklich grandios inszeniert, kann ich mich gar nicht mehr dran erinnern, ob ich sie überhaupt jemals gesehen habe. Ich bin mir nämlich sicher, im Fall der Fälle von tagelangen Alpträumen geplagt worden zu sein, für mich sind diese Puppen der absolute Horror! Drum vergebe ich kurzerhand und zum ersten Mal ein “Ab 18!”-Siegel für ein Video auf dieser Seite. Ansehen auf eigene Gefahr und nach erfolgtem Altersnachweis!
Ich bin ja eine alte Frohnatur und kenne schlechte Laune eigentlich nur aus Funk und Fernsehen. Dennoch soll es auch solche Leute geben, die gemeinhin als alte Miesepeter bekannt sind. Und genau für solche und für diejenigen, denen stimmungsmäßig gerade alles irgendwie auf die Nerven geht ist anscheinend das kleine Lied bzw. Video von Detlef Cordes gemacht, das ich gerade gefunden habe. Herrlich!
(Video ist nicht direkt verlinkbar, zu finden ist es hier)
Dass Michael Jackson ja mittlerweile gar nicht viel mehr ist, als ein armer Wicht, dürfte wahrscheinlich jeder wissen. Schulden noch und nöcher und nachgesagter Dreck am Stecken sowie abfallende Körperteile lassen einfach nicht mehr viel übrig von dem kleinen Jungen, der damals so nett sang und tanzte. Irgendjemand meinte mal “Michael Jackson was a poor black boy who grew up to be a rich white woman” – was es eigentlich ganz gut auf den Punkt bringt.
Als Kind war ich ziemlicher Michael Jackson-Fan. Ich hatte natürlich das Bad-Album, war der Meinung, ich könnte so tanzen und mich so bewegen wie Michael, natürlich hab ich dauernd den Moonwalk geübt (zugegebenermaßen nur mit wenig Erfolg) und als sein Film “Moonwalker” ins Kino kam, hab ich diesen bestimmt 7 oder 8 mal geguckt. Einmal sogar zusammen mit meiner Mutter. Wer den Film kennt, kann sich in etwa vorstellen, wie sich meine Mutter damals gefühlt haben muss.
Trotzdem kann ich nur empfehlen, sich den Film wirklich mal anzuschauen, denn obwohl die Story so derartig hanebüchen ist (Ein Bösewicht namens “Mr. Big” will Kinder unter Drogen setzen, um die Weltherrschaft an sich zu reißen. Dabei verwandelt sich Michael Jackson nacheinander in ein Auto, ein Raumschiff und einen Roboter und rettet natürlich nicht nur die Welt, sondern selbstverständlich und in erster Linie natürlich die Kinder), zeigt der Film irgendwie sehr deutlich, was für eine durchgeknallte Figur Michael Jackson eigentlich ist, der immer ein Kind bleiben wollte und in welcher Traumwelt er eigentlich lebt.
Ein Teil seiner selbst erschaffenen Traumwelt war mit Sicherheit seine Neverland-Ranch. Neverland ist ursprünglich ein Ort aus Peter Pan, wo man nie erwachsen wird und wo es vor lauter Elfen, Piraten, Indianer, Meerjungfrauen und natürlich auch ganz gewöhnlichen Kindern nur so wimmelt. In Michael Jacksons Neverland gab es zwar nicht immer Elfen oder Meerjungfrauen zu sehen, aber dafür immer jede Menge Kinder, die er regelmäßig einlud um mit ihm seinen Vergnügungspark zu besiedeln.
Als nun aber spätestens seit den Kindesmissbrauch-Vorwürfen bei Herrn Jackson alles den Bach runterging, verließ er 2005 seine Ranch, wo seitdem alles mehr oder weniger verrottet und traurig reinschaut. Wirklich traurig. Man beachte die folgende Fotostrecken:

Die Ruinen der Neverland Ranch

Traurig und irgendwie sehr gruselig.
Tex Harper hat die Zeichen der Zeit erkannt.
Passend zu Stefans Beitrag sehe ich mich inspiriert, an dieser Stelle auch einmal die grässlichsten Filmplakat-Verbrechen aller Zeiten vorzustellen. Der kleine Unterschied: Diese “Missgeschicke” sind durch und durch von den verantwortlichen Grafikern gewollt. Ob sie ihre Wirkung allerdings bestätigt haben, darf vermutlich bezweifelt werden.

