Uiuiuiuiui, der Tresher macht ein Album! Als Vorbote daraus gibt es Vinyl Nummer zwei (Nummer zwei?? Warum hab ich die erste verpasst?), die wiederum zwei Titel beherbergt. “Running Systems” auf Seite A ist ein langgezogener und verhältnismäßig deeper Track, der wahrscheinlich nur als Ruhe vor dem Sturm verstanden werden kann, denn was “Anti” auf Seite B veranstaltet, zieht wahrscheinlich nicht nur mir die Schuhe aus. Diese Nummer ist ein unerhört langgezogener Builder, dessen nervöse Bassline sich ständig weiter aufdreht und im Zusammenspiel mit den knackigen Drums dermaßen hypnotisch und dunkel daherkommt, dass ich auf der Stelle jemanden schütteln will, der mir jetzt bitteschön Teil 1 von “A Thousand Nights” oder besser gleich das ganze Album aushändigt. Waaah! Geile Platte! (6/6) Sanomat

Hah! Patrick Lindsey und Stanny Franssen sind schon zwei Vögel! Da trauen die sich doch wirklich, noch mal den alten Hans Braun aus der Kiste zu holen und ihn in einen großen Bottich aus gebrochenen und geraden Beats sowie einer ordentlichen Portion Säure Marke 303 zu tunken, ordentlich zu schütteln und kurz darauf die Reste seiner Fingernägel in das noch warme Vinyl zu drücken, von wo aus zwei dermaßen derbe Tracks ertönen, dass so manch ketamin-verwirrter Jüngling nur ratlos auf der Tanzfläche stehen bleibt, während um ihn herum die Party des Jahres stattfindet. Ich möchte wetten, dass Lindsey und Franssen schon im Studio mächtig Spaß hatten, doch ich kann es kaum erwarten, diese Nummer mal im Club zu erleben. Heftig aber super! (6/6) Sanomat

Stefan Gubatz

Dibaba - The Tiger EP (Deeplay Soultec 016)

Tja, Seite A ist irgendwo zwischen Darkwave und frühem 90er Techno steckengeblieben und mag mich nicht wirklich bezirzen, immerhin liefert Olle Cornéer alias Dibaba auf Seite B noch eine etwas knackigere und schon ein ganzes Stück mehr nach vorne gehende Nummer, die im Vergleich zwar eindeutig die Nase vorn hat, aber trotz diverser gutgemeinter Acid- und auch Disco-Referenzen muss man auch diesen Track nicht wirklich haben. Nunja. (3/6) Sanomat

Natürlich würde ich nie auf die Idee kommen und schreiben: “Diese Kuh hat noch viel Milch”, aber nachdem das Trentemøller-Album auf Poker Flat so dermaßen die Runde gemacht hat und sogar mit der “Impala Silber” für 50.000 (!) verkaufte Einheiten ausgezeichnet wurde, drängt sich hier ein bisschen das Gefühl auf, man möchte noch mal mitnehmen, was man so kriegt. Denn wirklich neu ist hier kaum etwas, auf zwei CDs gibt es quasi eine Art Best-Of der gelungensten Songs und Remixes, manch eine Nummer, die bisher ausschließlich auf Compilations zu hören war ist auch dabei, und – okay – eine kleine Handvoll neuer Tracks gibts als Dreingabe dazu. Während auf CD 1 nahezu ausschließlich eigene Produktionen zu finden sind, die man zugegebenermaßen wirklich als herausragend bezeichnen muss, gibt es auf CD 2 einen bunten Blumenstrauß von Trentemøller-Remixen, die man zwar alle schon tausendmal gehört hat, aber wenn man sie trotzdem noch mal auf einen Blick haben möchte: bitteschön, da sindse. Um fair zu bleiben muss aber wirklich gesagt werden: CD 1 ist musikalisch mit das Beste, was in der letzten Zeit so veröffentlicht wurde, die gängigen Dance-Mixe auf CD 2 fallen dagegen leider ziemlich ab; vieles davon wirkt im Vergleich mit dem ersten Silberling geradezu banal. Ich würde mich wirklich über ein komplett neues Trentemøller-Album freuen, bis es soweit ist gebe ich mich allerdings auch mit CD 1 dieser Sammlung irgendwie zufrieden. (4/6) Sanomat

Ich kann mir nicht helfen, aber bei Robag Wruhme muss ich unweigerlich an den deftigen Eintopf denken, den sich die Freude-am-Tanzen-Crew auf einem der ersten Slices-DVD-Features schmecken lässt, während zeitgleich im Kölner Kompakt-Vertrieb von Wolfgang Voigt in den höchsten Tönen angepriesenes vegetarisches “Brainfood” serviert wird. Glücklicherweise steht die Fleisch-Gretchenfrage aber nicht zwischen Wruhme und Voigt, so dass auch dieses Release unbedarft von Köln aus in die Welt vertrieben werden kann. A propos vertrieben: Eben dies scheint Herr Schablitzki mit den letzten Zweiflern seiner Kunst getan zu haben, denn wer immer noch meint, aus “dem Herrn Oksen seine Feder” würden lediglich glitchige und manchmal etwas obskur anmutende Minimal-Tracks entfleuchen, dem sei gesagt: au contraire mon frère! Zwar gibt es hier und da auch mal ne 4/4-Bassdrum zu hören, aber im großen und ganzen wurde das Stil-Korsett im Schrank gelassen und Wruhme gibt sich seiner zweiten Leidenschaft hin – HipHop- und gebrochene Beats, letztere sogar so virtuos, dass der Vergleich zu Aphex Twin- oder gar Squarepusher näher liegt als man denkt. Zudem gesellt sich zu nahezu jeder Nummer eine geradezu ambientöse Stimmung, dass man das Album eigentlich gar nicht mehr aus dem Player nehmen mag. Und obwohl ich mir jetzt noch ein paar andere CDs anhören muss… Wruhmes Archiv genehmige ich mir danach sicherlich direkt noch mal. (6/6) Sanomat

Vor einigen Jahren, als ich noch einen anständigen Beruf hatte, habe ich mal Jean-Michels Erstlingswerk “New Medium Softpack” im Büro gespielt. Mein Kollege erzählte mir daraufhin, dass er mal mit besagtem Künstler zusammen in Münster studiert hätte. Jean-Michel wäre schon damals für seine außergewöhnlich harmonische und doch irgendwie schräge Musik bekannt gewesen. Aha, dachte ich mir, kein Wunder, das Album war ja auch super. Letztes Jahr bekam ich dann die Single “Das ist der Sommer” auf den Tisch gelegt, die ich ebenfalls hervorragend fand, ich aber weder in irgendwelchen Charts noch sonstwo erblicken konnte. Das war natürlich seltsam und schade, aber es wäre doch gelacht, wenn es Jean-Michel mit seinem neuen Album “The Audience Is Missing” (höre ich da einen Funken Sarkasmus heraus?) diesmal nicht gelingen sollte, sämtliche Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, denn die hier gebotene Mischung aus Frickelelektronik, Hip Hop, Breaks und Ambient, ständig mit einem verschmitzten Lächeln in der Hinterhand, dürfte wirklich jedem zusagen, der seine Ohren nicht auf der letzten Hardstyle-Party an der Garderobe vergessen hat. Tolles Album (mit einem übrigens sehr schönen Artwork), das ich vielleicht auch mal meinem Kollegen von damals vorspielen sollte. (6/6) Sanomat

Stefan Gubatz

Hardfloor - The Life We Choose (Hrdflr)

Für Freunde der Düsseldorfer Zwirbeljungs fallen derzeit mal wieder Weihnachten und Ostern auf einen Tag, denn wie aus dem Nichts erscheint das neue Album der Herren Zenker und Bondzio namens “The Life We Choose”. Nun mag manch einer sicherlich gähnen: “Gähn, wieder nichts Neues, wieder nur das alte 303-Rumgeschraube, die typischen Hardfloor-Drums und die runtergepitchten Vocals.” Andere dagegen werden laut jubeln: “Hurra! Endlich wieder das geliebte 303-Rumgeschraube, die typischen Hardfloor-Drums und die runtergepitchten Vocals!” Man mag es also auch mit diesem Album wieder halten wie ein Dachdecker, Fakt ist aber, dass auch die neue Hardfloor-Platte locker die Standards der vergangenen Releases erreicht, einige Hits sind wieder an Bord, andere Tracks sind melodisch-harmonisch wie zu den besten 90er-Jahre-Zeiten und auch eine Downbeat-Nummer in bekannter Dadamnphreaknoizphunk-Tradition darf sich ins Ohr einkuscheln. Während auf dem letzten Album “4 Out Of 5 Aliens Recommend This” noch der Chicago-Ansatz deutlich zu erkennen war, geht es hier insgesamt wieder deutlich technoider zur Sache. Parallel erscheint das Album übrigens in drei zeitlich versetzten 12″-Ausgaben und wer schon immer ein Faible für Zenker & Bondzio oder Acid allgemein hatte, muss definitiv zugreifen. (6/6) Sanomat

Anständiger, ehrlicher Techno, der auch Anfang der 90er schon positiv aufgefallen wäre. Besonders Seite B kann mit ihren direkt im Gesicht platzierten Bratze-Bässen als Nussknacker par excellence herhalten und macht in jedem düsteren Techno-Set eine starke Figur. Platte mit Schweißgarantie – volle Punktzahl. (6/6) Sanomat

Stefan Gubatz

Joy Kitikonti - Minor Attak (Flm Ltd A)

“Bist du sicher, dass du diese Platte wirklich mitnehmen willst?” frug mich Raveline-Chef Sven am Ausgabetag. Ob ich denn nicht wüsste, dass Joy Kittikonti bisher eher für massenkompatiblen Trance bekannt war. Wusste ich in der Tat nicht, denn Trance (auch, wenn er gut gemacht ist) war bisher nicht unbedingt meine bevorzugte Abteilung im Plattenladen. Mit dieser Platte schafft es Kitikonti dann auch nicht, mich zu bekehren, denn darum geht es ihm gar nicht. Vielmehr handelt es sich bei seinen beiden Tracks einfach um gut gemachten, deepen Techno mit leichten Tribal-Anleihen, die sich m.E. auch gar nicht schlecht bei Kanzleramt gemacht hätten. Besonders die B-Seite kommt mit ihren scheinbar bei Metro Area entliehenen Claps und den metallischen Chords, die an eine gewisse amerikanische Motorenstadt erinnern, so charmant daher, dass ich auch zukünftig mal verfolgen werde, was Herr Kitikonti so macht. Für diese Platte gibts erst mal (5/6) Sanomat

Tausend Punkte alleine für das rotzige Coverartwork, meine Damen und Herren! Dort steht in krakeligen Lettern “Vinyl kills mp3″ geschrieben und ich kann meine Unterschrift gar nicht oft genug unter diese Parole setzen. Die Platte selbst sollte einem jedenfalls in letzter Zeit schon verstärkt untergekommen sein, befindet sie sich doch bereits in den Charts der wichtigsten Opinion-Leader-DJs von Tiefschwarz über Damian Lazarus bis hin zu Groove Armada. Und nun gibt es mit “Plastik” und “Jitters” also das gesamte Paket für zu Hause bzw. den persönlichen Clubeinsatz. “Plastik” auf der A-Seite ist wahrscheinlich so etwas wie der Hit der Platte, kein Wunder, denn die unruhige Acid-Line, die unverschämt zum geraden Beat shuffelt, sorgt sicherlich im Club ihrer Wahl nicht nur für nasse Hände. Mein Favorit ist allerdings “Jitters” auf Seite B, dessen detroitesque Chords es mir im Zusammenhang mit der geschickten 909-Hihat-Programmierung einfach angetan haben. Sollte man schon haben. (5/6) Sanomat

Um es mit Fettes Brot zu sagen: Hier is för jeden wat dörbi, wat ik speel. Und so siehts auch aus. Minimal-Freunde lassen sich sicherlich gerne von der Daniel Stefanik-Version einwickeln und auch der Jackmate Remix lockt mit seinen unermüdlich wabernden Acid-Bässen bestimmt Etliche auf die Tanzfläche. Doch insbesondere alte Puristen, die schon länger bemängeln mögen, dass man sich bei Moon Harbour in letzter Zeit irgendwie ein bisschen von der geschätzten Deephouse-Schiene entfernt hat, kommen bei Marlow´s Cutz & Pieces Mix voll auf ihre Kosten. Gerade die live eingespielte Flöte hat es mir angetan und bringt einen unheimlich organischen und menschlichen Touch in den an sich schon sehr deepen Track. Drei tolle Nummern, jede für sich wirklich klasse und mit dem Marlow Mix hat man wirklich einen zeitlosen Track an der Hand. (6/6) Sanomat

Stefan Gubatz

Chaton - Catch The Beat (Sthlmaudio 011)

Das Original ist… tja, wie soll man sagen… mir etwas zu nervöser Minimal-Techno mit komischen Effekten und eisenbahnähnlichen Schub-Sounds. Nicht ganz mein Fall, aber es gibt ja noch einen Remix auf der B-Seite. Für diesen zeigt sich Agnes verantwortlich und zaubert einen herausragenden Deephouse-Track, wie er auch Mitte der Neunziger hätte erscheinen können. Tolle Nummer und einfach nur ganz großes Housekino. B: (6/6) Sanomat

Cobblestone Jazz hat sich in kürzester Zeit wirklich zu einer Hausnummer entwickelt. Während an anderer Stelle gerade der Track “W” gespielt und gepriesen wird, bringen die Mannen um Mathew Jonson nun einen ersten Vorboten zum demnächst erscheinenden Album “23 Seconds” auf den Weg. Auf den beiden vorliegenden Nummern “Lime in da Coco Nut” und “Saturday Night” ist Jonsons Einfluss ganz wesentlich zu bemerken, typische Sounds, typische Sequenzen – der gravierende Unterschied zu seinen Soloproduktionen ist allerdings das Mehr an Improvisation, mehr Band-Feeling und einfach mehr Jazz. Beide Tracks sind, das muss man einfach sagen, wirklich hervorragend, doch insbesondere die B-Seite hat es mir mit ihren breiten, unruhigen Basslines angetan. Klasse Platte, bin sehr gespannt aufs Album. (6/6) Sanomat

Stefan Gubatz

Italoboyz - Viktor Casanova (Mothership 01)

Meine Fresse, was für eine verspulte Platte. Das Original beherbergt eine derartige Vielzahl wirrer Überraschungsmomente, mal summt jemand eine kleine Melodie, mal fliegen verstörende Vocalfetzen durch den Raum, mal fährt ein Auto vorbei oder es plätschert ein Wasserhahn. Alles klingt wie ein böser Alptraum, wie schweißnasser Fieberwahn, wie eine Reise in dunkelste Ecken des Unterbewusstseins. Und wenn im Break auch noch eine Opernsängerin wie ein imaginärer Geist vorbeihuscht, ist es höchste Zeit für die ganz private Psychose. Auf Seite B wird der Hörer dann glücklicherweise wieder etwas in die Realität zurückgeführt. Der positiv an den Pierre Bucci-Remix erinnernde Samim-Mix legt wieder etwas mehr Fokus auf den guten Beat, lässt es sich aber doch nicht nehmen, die Opernsängerin noch einmal auf die Bühne zu holen. Auf diese verzichtet Lee Curtis zu guter Letzt bei seinem Mix zwar, legt aber dennoch einen weiteren klasse Mix hin. Insgesamt hoch faszinierend und äußerst seltsam, und obwohl ich nie im Club vom Original überrascht werden möchte, gibt es keine andere Möglichkeit als die Höchstpunktzahl. (6/6) Sanomat

Stefan Gubatz

Marcus Hartmann - Rapid Fire (Opossum 005)

Na gut, der Dima Remix auf Seite A ist wirklich minimal, schön lang und… mh… minimal. Aber reißt mich leider wirklich gar nicht vom Hocker. Da wende ich mich doch viel lieber dem Original auf B1 zu, das – hurra! – gleich einen ganzen Track um einen Beat gebastelt hat. Und sogar eine schubsende Bassline juckelt kantig über den Floor. Geht doch! schreit da der erleichterte Rezensent, zieht aber angesichts des wiederum wenig spannenden “Forest Dump” auf B2 gleich wieder einen pädagogischen Punkt ab. Insgesamt zwar mit ner netten B1, aber ob man die Platte nun wirklich haben muss, darf jeder für sich entscheiden. Ich entscheide mich für (3/6) Sanomat

Stefan Gubatz

Pierce & Twirdy - Cuaba (Yellow Tail 004)

Mein White Label und auch die normalerweise für Grundinformationen herhaltende Auslaufrille verraten mir zwar nicht, welches Original und welches der Babicz Mix ist, ich kann allerdings besten Gewissens sagen, dass beide Seiten für sich absolut hörens- und spielenswert sind und ich sogar fast gewillt bin, das grundsätzlich sparsam einzusetzende Wörtchen “zeitlos” in den Mund zu nehmen. Auf der einen Seite wabert eine fast detroitesque Chordsequenz elegant über einen Teppich von ausgeklügelten Drumkombinationen, während der gegenüberliegende Kollege (und hier vermute ich den Babicz-Mix) weit verhallte Flächen und kurze Knarz-Bässe als Kontrast zum besten gibt. Zwei sehr schöne Nummern – auch wenn sich mir irgendwann die Trackinfos auftun, könnte ich mich nicht entscheiden, zu welcher Version ich greifen mag. (6/6) Sanomat

Nach Vinyl 1 und 2 kommt nun folgerichtig der dritte und zugleich letzte Schwung Tracks aus dem Babicz-Album “A Cheerful Temper”. Auf Seite A wälzt “Imperial Star” unbeirrt durch den Garten namens Minimal Techno, überrollt dabei mit gelegentlichen, enorm breiten Acid-Bässen allerlei Unkraut und lässt so manch verdutzen Gärtner zurück, der sich fragt, was ihn da gerade so in den Magen geboxt hat. “Tarjas Dream” auf Seite B hingegen hat noch ein paar deepe Chords im Gepäck und entwickelt sich gegen Ende zu einem einfach nur schönen Ausklang-Track. Im Gesamtkontext auf CD wirken beide Tracks zwar wesentlich mehr, wer aber alles gerne von Vinyl spielen möchte, hat nun also endlich alles komplett im Case. (5/6) Sanomat

Stefan Gubatz

DJ Wild - Blocage (Catwash 011)

Catwash bleibt seiner angenehm ravigen und manchmal auch etwas albernen Linie treu und schickt mit der neuen 12″ der einen Label-Inhaberhälfte eine weitere hochkarätige Nummer aufs Parkett. Und obwohl mein Infozettel irgendwie die Tracknamen durcheinandergewirbelt hat, darf ich bekannt geben, dass es sich bei der A-Seite um einen ziemlich schrägen und doch recht funktionellen Minimal-Acid-Schieber handelt, der zwar – abgesehen von einem kleinen Plocktom-Intermezzo – nicht viel mehr tut, als die Tonleiter hoch- und runterzunüdeln, aber trotzdem für einige Grinsemomente sorgt. Die beiden B-Seiten-Nummern schaffen es leider nicht, den Spaßfaktor der A-Seite zu erreichen, bekommen aber immerhin das Prädikat “spielbar”. Gab zwar schon bessere Catwash-Platten, aber wirklich schlecht ist diese auch nicht. (4/6) Sanomat

Bevor die Akte “Synaptic” endgültig geschlossen wird, gibts noch einmal einen kleinen Schwung Remixe zum Album hinterher. Diese kommen vom den Teams Oliver Klein und Denis Gögdag, Yapacc und Good Groove sowie Xavier Canet und Aleix Sabariego. Klein und Gögdag machen den Anfang mit ihrer halb-deepen, halb-minimalen und insgesamt ganz gelungenen Version von “Bring The Beat Back”. Yapaccs und Good Grooves “Ausklang”-Remix, der das Original durch die neu aufgenommenen Vocals und die sehr souveränen Acidline in ein komplett neues Gewand steckt, eröffnet die B-Seite und mausert sich, trotz des ebenfalls sehr gefälligen Canet- & Sabariego-”Out of my Head”-Mix zu meinem Favoriten. Gelungener Abschluss des Album-Dauerbrenners. Jetzt aber auf zu neuen Taten! (5/6) Sanomat

Stefan Gubatz

Markus Lange - Spin EP (Klang Gymnastik 014)

Nach “Ruhestörung Plattenbau”, das ja vor einiger Zeit kräftig gechartet ist, schiebt Markus Lange nun auf Klang Gymnastik seine “Spin EP” hinterher, die sich soundmäßig sehr an aktuellen Produktionen eines Gregor Tresher oder auch Stephan Bodzin orientiert. Aufgebaut aus jeder Menge Rauschen, etlichen Ur-Wellenformen und typischen ElektroTech-Drums ist seine Platte dann vielleicht nicht die innovativste Produktion, die ich in letzter Zeit gehört habe, aber immerhin ein Schieber allererster Kajüte, der einfach alles hat, was ein Hit heutzutage haben muss. Besonders heraus sticht natürlich der Titeltrack, aber auch die B-Seiten-Nummer “Speechless” kann einiges. Ob man nun die Synthpop-Darkwave-Ballade “Sometimes It Hurts” auf B2 noch gebraucht hat, stelle ich mal dahin, aber bei so einer A-Seite darf – nein, sollte man wirklich zugreifen. (5/6) Sanomat

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