Scheinen alles Spaßvögel zu sein, da drüben bei Dirtybird. Denn auch die neue Katalognummer namens “Revox” des britischen Producers Tim Green, kommt nicht ohne die ein oder andere Albernheit inmitten des wie erwartet druckvollen Arrangements aus. In diesem Fall prägnantestes Element ist der stark an THX-Kinotrailer erinnernde Casio-Chord, der mich selbst an meinem kleinen Musikhör-Schreibtisch in Euphorie ausbrechen lässt. Klasse! Knaller! Gaaaaaanz groß! Und wehe, das wird nicht die Platte des Monats! Auch der Remix des alten Dirtybird-Recken Justin Martin auf Seite B lässt sich nur als hochkarätig bezeichnen, dieser drückt aber zusätzlich noch einen derartig tiefen Bass rein, dass sich die Mädels vor Angst in die Hose kacken. Ihr wisst schon. Großartige Platte! (6/6) Sanomat
Alte Sprichwörter, neu entdeckt: Ich glaub, mein Hamster bohnert! Die Grande Dame des Hardtechno erfindet sich neu, drosselt das Tempo um mindestens 15 Beats und gibt mit diesen drei “Steckdose”-Erstlingen eine Richtung vor, von der manch einer vielleicht sagen mag: aha, der Remus macht jetzt auch minimal, wa? Dennoch sind diese drei Stomper aber in ihrer Konsequenz einfach nur auf den Punkt und rütteln sicherlich so manch einen Puristen ordentlich durch. Irgendwie isses minimal, irgendwie isses trotzdem hart (lange nicht mehr so viel Unwohlsein im Magen gefühlt!) und heraus kommt heftiger Minimaltechno bei dem einem einfach das Blech wegfliegt und man sich fragt, ob man das nun gut finden soll bzw. darf. Aber man darf. So irgendwie auch noch nicht gehört, aber mit Sicherheit eine Blaupause für allerlei Produzenten, die sich eingestehen müssen, dass auch ursprüngliche Ballerer auch etwas von ihrem Job verstehen und in der Lage sind, elektronische Musik weiterzubringen. (6/6) Sanomat
Obwohl sich so manch einer beim letztjährig erschienenen Peter Horrevorts-Album “Evolver” vor Begeisterung regelrecht überschlagen hat, hat mich dieses wegen seiner fehlenden Dreckigkeit leider nicht so wirklich erreicht. Abhilfe schaffen jetzt die Remixe der Herren Johannes Heil sowie Fritz Zander und Sven von Thülen, besser bekannt als Zander VT. Heil beweist auf Seite A eindrucksvoll, dass er immer noch in der Lage ist schnörkellosen, drückenden und bratzigen Techno zu produzieren. Denn obwohl auf den neuneinhalb Minuten gar nicht viel mehr passiert als dass eine einfache Drumbegleitung nach vorne marschiert und eine triolisierte Bassline ab und zu “schniirg” macht, sorgt die Nummer mit Sicherheit nicht nur bei mir für mächtig Euphorie. Für Leute, die es lieber etwas filigraner haben, kommt der Zander VT Mix von “Oorsprong” daher, der über achteinhalb Minuten Chords noch und nöcher droppt und sich somit seinen Platz im Herzen so manchen Neo-Detroit-Freunds sichern kann. Kann sich hören lassen! (5/6) Sanomat
Trenton fand ich in letzter Zeit (wahrscheinlich als Einziger) nicht ganz so interessant, das ändert sich jetzt aber wieder schlagartig mit Reynolds “Poison In My Mind”, das derartig stark an das gute alte “Can You Feel It” von Fingers Inc. erinnert, ohne aber zu einem Plagiat oder gar peinlich zu werden. Im Gegenteil, gekonnt wird hier auf alte Chicago-Tugenden gesetzt und ausgecheckt, was im Jahr 2008 sonst noch so geht. Auf Seite B gibt es sogar noch einen atmosphärisch dichten Elektro-Track (und hey! Wir reden hier von Elektro und nicht dieser fiesen Schickimicki-Mutation!), der dem Ohr mit seinen jazzy Chords und den später einsetzenden Portamento-Melodien derartig schmeichelt, dass ich zuversichtlich bin, dass diese Platte zwar kaum in den Playlists beschalter und sonnenbebrillter Klicki-DJs auftaucht, aber umsomehr Freunde bei eigentlichen Classics-Sammlern finden wird. (6/6) Sanomat
Letztes Jahr habe ich mir Tuomas’ Remix von Hesohis “To Hold You” sehr warm ans Herz legen lassen, da taucht dieser plötzlich wieder unter dem Namen Phonogenic wieder auf und präsentiert auf Seite A eine kickende Minimal-Techno-Nummer, deren erst mal eher kalte Grundstimmung nach und nach immer mehr aufweicht und irgendwo im zweiten Drittel regelrecht sentimental wird. Doch auf Seite B gibts noch mehr zu entdecken. Dave Barkers “Yikes!” ist ein fröhlicher House-Tune, der durch seine sparsam eingesetzten Gesangsfetzen und die gelegentlichen Samba-Anleihen mit Sicherheit umgehend für gute Laune auf dem Floor sorgen wird. Der eigentliche Knüller der EP ist allerdings Amantu Wildes ” G-G-Got My Eyes On You” auf B2, der sich derartig schamlos im schlechten Geschmack der 80er Jahre suhlt (und das gekonnt!), dass man sich fragt, warum dieser Track keinen eigenen 12″-Release bekommen hat. Großes Kino, Tennis und Tanzvergnügen! (6/6) Sanomat
Atmosphärisch sehr dicht und ausgesprochen funky kommt “Amoeba” des Griechen Kostas Tassopoulos alias Ekkohaus um die Ecke. Unterstützt von einer mörderisch tiefen Subbassline schlurft der Track derartig lässig über den Boden, dass man umgehend seiner Putzfrau kündigen möchte, gesetzt den Fall man hat eine. Die Remixe auf Seite B besorgt einmal mehr Andreas Wiegand aka Andomat 3000, den man besten Gewissens als Mann der Stunde bezeichnen kann (warum haben wir eigentlich noch kein Feature über diesen Herrn im Heft gemacht?). Dieser kommt einmal in einer noch viel reduzierteren, fast ambientösen Waber-Version sowie einem percussionlastigen Mix, der sich nahtlos in seine durchweg gelungenen Produktionen der letzten Monate einreiht und dem Original fast noch die Show stiehlt. Sehr gute Platte. (6/6) Sanomat
Okay Freunde, so langsam sollte es wirklich jeder verstanden haben: Minimal ist durch. Feddich aus. Packt eure Abletons und Glitch-Plugins wieder ein, ist gut jetzt. Neuer Kalif anstelle des Kalifen ist nun also: Mini-Minimal. Platten, auf denen rein gar nichts mehr passiert. Siehe Sog auf Speicher, siehe Rekorder 10 und siehe nun also auch Zimmermann #2. Und verdammt noch mal – ich finds geil! Der Bass wabert hier derartig subtil und tief am absoluten Limit und alles, was sich dazugesellt, sind metallische Bürstesounds und elektronische Blips. Womöglich auch gut kombinierbar mit diversen Monolake-Platten. Ich möchte natürlich nie in einen Club stolpern, in dem diese Nummer zur Peaktime gespielt wird, aber zu Hause und auf der privaten Chillout-Session mit 4/4-Untermalung kann die Platte ganz schnell zum idealen Begleiter werden. Herr Zimmermann, wir verstehen uns! (5/6) Sanomat
The Mole ist wieder zurück auf Wagon Repair und präsentiert mit dem 13 Minuten langen (!) “Baby, You´re The One” eine leicht skurrile, aber mächtig tanzbare Mischung aus stolpernden House-Drumloops und alten Ravesounds, dazu gesellt sich eine an die guten alten French House-Zeiten erinnernde Vocal-Linie dazu, die dem ganzen Paket die Krone aufsetzt. Knaller würd ich mal sagen! Seite B dürfte dann eher etwas für Freunde obskurerer Tanzmusik sein, wenn man will kann man ein bisschen Italo Disco raushören, vielleicht auch eine Idee Vangelis, vielleicht aber auch nicht und wenn man ehrlich ist, kauft man die Platte ja auch in erster Linie wegen Seite A. Das aber definitiv. Aber sowas von. (6/6) Sanomat
Ach, es ist doch herrlich, wenn man eine Woche nicht im Büro war und feststellen darf, dass sich noch niemand die neue Pariter-12″ unter den Nagel gerissen hat. Die “Ferox Classics”-EP war letztes Jahr eine meiner liebsten Releases und während Russ Gabriel bei besagter Platte lediglich für die Auswahl der Tracks zuständig war, darf er jetzt also zwei mal selbst ran. Gleich die erste Nummer namens “Reperholung” ist ein zeitloser und deeper Builder, der nicht nur fleißig den hier ausgesprochen seidig klingenden 909-HiHats huldigt, sondern auch die detroitschen Tugenden in Form behutsamer Chords und zarter Strings hochhält. Zwölfeinhalb Minuten seiner Zeit kann man gar nicht besser investieren. Auch für “Three Fifty One” sollte man sich noch mal ein ähnliches Zeitfenster gönnen, denn auch hier nimmt Gabriel den Hörer auf eine lange Reise durch seinen entspannt schwingenden Soundkosmos und man wünscht sich, dass man anschließend direkt noch mal einsteigen darf. (6/6) Sanomat
Hui, mit “Bingo” liefern die beiden Italiener Alessio Mereu und James Venturi einen ziemlich treibenden und kräftig White Noise-geschwängerter Track ab, der anfangs dank angezogenem Tempo und druckvoller Produktion schon so manchem die Schuhe ausziehen wird. Reicht das noch nicht, gibt es in der zweiten Hälfte eine stark an kraftwerksche Produktionen erinnernde Melodie obendrauf. Das ist schon mal schick, aber noch lange nicht genug. Auf Seite B gibt es gleich noch einen weiteren Track namens Bingo hinterher, welcher ebenfalls mit angenehm monotoner Instrumentierung und drückendem Klangbild punkten kann. Ein glücklicher Mensch ist derjenige, der gleich zwei Exemplare des Vinyls gekauft hat und beide Nummern direkt hintereinander spielen kann, die Crowd wird es definitiv danken. (6/6) Sanomat
Na gut, nüchtern betrachtet ist “Mushroom Man” gar nicht viel mehr als ein stampfender Techno-Track von der Stange, der in erster Linie von seinen Super-Mario-Feuerblume- und -Hüpf-Sounds lebt. Dennoch bleibt die Nummer irgendwie hängen und wenn man in seinem Set plötzlich die Lust verspüren sollte, mal ne grenzwertig alberne Nummer zu spielen und sich seinerzeit für Samims Heater auch schon nicht zu schade war, dann sei der Griff zum Vinyl sogar regelrecht empfohlen. Auf Seite B gibt es zusätzlich noch zwei Nummern, die mit dem dicken Klempner (leider?) nichts weiter zu tun haben. “Tickles” bedient sich dennoch weiterer Comic-Sounds und auch “Botanik” nimmt sich dank Geister-Theremins selbst nicht wirklich ernst. Am prägnantesten bleibt allerdings der Titeltrack. (4/6) Sanomat
Eigentlich komisch, dass ich trotz der doch ausgesprochen zahlreichen Releases bisher noch keine einzige Morris/Audio-Platte mein Eigen nennen durfte. Doch Intergroove sei Dank, Marvin Dash darf nun das Band zu meinem Plattenregal zerschneiden. Und “Made in America” ist ohne Frage ein toller Einstieg, denn die vier hier enthaltenen Nummern sind allesamt derartig liebhabenswürdig, dass die Platte ohne Frage noch lange Zeit auf meinem Teller rotieren wird. Vier mal bekommt der geneigte Hörer oldschooligen Loop-TechHouse unter Beachtung alter Detroit- und Chicago-Tugenden auf die Ohren, an deren Charme diesen Monat so schnell keine andere Platte rankommt. Als wäre Technowelt noch in Ordnung. Hach. (6/6) Sanomat
“Believe and Receive” ist eine prima wabernde und klimpernde Nummer, der man einmal mehr das vielzitierte Neo-Detroit-Etikett anheften kann, was ja aber nicht weiter verwundert, den Herr Hess ist nicht nur Einwohner ebendieser Stadt, sondern hat gleichermaßen musikalisch wie privat einiges mit einem anderen Herrn namens Omar S zu tun, von dem man ja auch irgendwo schon mal was gehört haben dürfte. Den Remix auf Seite B besorgt Shed, der das ganze Thema noch ein bisschen relaxter und deeper angeht und durch Vermeidung von Bass-Bass-Bass-Bass zugunsten von Bass-Clap-Bass-Clap hellhörig macht und damit Akzente in vielerlei DJ-Sets setzen kann. Gefällt. (5/6) Sanomat
Obwohl auf Rotary Cocktail bisher ja schon allerlei einlullende und harmonieerzeugende Nummern erschienen sind, bin ich mit dem Label nie wirklich warm geworden. Muss da erst jemand wie Mark Broom kommen, um mich endgültig zu überzeugen? Anscheinend, denn seine zwei Nummern “Trumpet” und “This Town” (jeweils gepaart mit einem Remix) sind erstklassige Oldschool-Techno-Nummern, die Anfang der 90er schon mit Kusshand genommen worden wären. Am auffälligsten ist ohne Frage “Trumpet” auf Seite A, in der ich zwar beim besten Willen keine Trompete erkennen kann, aber dafür dickste Drums, Chord-Stabs, Rides, Pads, Claps… herrlich! Der im Anschluss folgende Two_EM-Remix sorgt dafür, dass auch heutige Minimal-Freunde (ihr wisst schon, die mit dem Schal) etwas mit dem Release anfangen können. “This Town” auf B1 erinnert sehr angenehm an die guten alten Chicago- und Detroit-Zeiten, den El Locco zu guter Letzt mit Fingerspitzengefühl in ihrem Remix in die Jetztzeit transportieren. An die Originale kommen beide Remixe aber – wer hätte das gedacht? – nicht ran. (5/6) Sanomat
Die A-Seite namens “The Big Kazoo” fängt erst mal an wie eine Mischung aus Blake Baxters “Our Love” und Speedy Js “Pullover”, ist aber vom ersten Moment an derartig unverschämt funky, dass die Nummer selbst aus meinem für diesen Monat relativ kleinen Plattenkontingent besonders heraussticht. Doch wie es sich für eine anständige Dirtybird-Nummer gehört, kommt man auch hier natürlich nicht ohne die ein oder andere Albernheit aus, in diesem Fall sei das irgendwie dämlich-doofe Break mit Plastik-Saxofonen oder eben -Kazoos genannt. “Hide” auf Seite B bleibt ein bisschen gradliniger als sein Kollege gegenüber, kann aber mit der zwar an Einfachheit nicht mehr zu unterbietenden, aber einfach nur enorm funktionellen monotonen Bassline derartig punkten, dass ich nicht weiß, welche Seite mir nun besser gefällt. Ist ja aber auch egal, denn für das gesamte Paket gibts (6/6) Sanomat
Wenns einmal läuft, dann läufts. Das weiß auch Andomat 3000 mittlerweile ganz gut, denn kaum eine seiner Platten kam auf Kritiker- wie DJ-Seite bisher nicht an. Und damit das auch so bleibt, gibts direkt den nächsten Streich namens “Cognitive Dissonance”. Gewohnt filigran treibend und unverschämt funky geht es auf Seite A zur Sache, hier woppt eine gefällige Chordsequenz über den schmissigen Beat, dass nicht nur die Ladys vor Freude alles schütteln, was sie in den Club mitgebracht und/oder sowieso ständig dabei haben, weil angewachsen. “Cicl” auf B1 wagt einen kleinen Ausflug in etwas discoidere Gefilde, hält sich aber dennoch angenehm zurück und verzichtet auf übergroße Knalleffekte. Die minimalste Nummer im Bunde befindet sich auf B2, dort gibts eine wahre Percussion-Orgie, tatkräftig unterstützt von tiefen Subbässen und subtilen Rhythmen. Stark an der Grenze zum Unverzichtbaren. (6/6) Sanomat
Der Titeltrack der neuen Neo-Filigrante-12“ ist eine verhältnismäßig unauffällige und leider auch durch seine unoriginelle Melodie nicht wirklich hängen bleibende Elektropop-Nummer, an denen sich die illustren Remixer The Model und John Selway versuchen durften. Ersterer verwandelt „Voyage Rouge“ in einen düsteren und sehr gigoloesquen Dancefloor-Bringer, während Letzterer mehr Fokus auf alte Italo-Tugenden legt, dazu allerlei oft und gerngehörte Vintage-Sounds verwendet und zu guter Letzt sogar die in Techno-Kreisen zum Standard gehörende Quantisierung seiner Sequenzen weglässt. Der Knüller der Platte ist allerdings zu meiner Überraschung der erstaunlich kickende A2-Track „Reverie Rouge“ von den Filigrantes selbst. Da pumpt der Bass, da fliegen die Fetzen und wenn nach dem ersten Break der toolige Beat wieder losgeht, haben sie mich dann endgültig. (4/6) Sanomat
Schön durcher Techno-Stomper auf Seite A mit allerlei verzerrten Bässen und Synthlines – so schmeckt mir das! Später setzt noch eine Chordfigur ein, die dem ganzen allerdings nicht etwa etwas Freundlichkeit gibt, sondern die fiese Grundstimmung eher noch unterstützt. Wirklich dick. Auch der Remix auf der Flipside, der eigentlich gar nicht viel mehr macht, als die Drums auszuwechseln, zieht sicherlich so manchem die Schuhe aus und in mir wächst der Wunsch, mich mal wieder in irgendeinem dreckigen Kellerclub gepflegt vom Bass massieren zu lassen. Für derartige Partys die ideale Platte. (6/6) Sanomat
Yapacc ist einer der Leute, die einen sehr gesunden Mittelweg zwischen Track und Song finden – die Arrangements seiner Stücke sind toll ausgearbeitet, Längen sucht man vergebens und dauernd scheint etwas zu passieren, ohne dass man das Gefühl hat, die Nummer wäre überladen. Genau so ein Exemplar ist „Second Life” auf Seite A, das sich unterteilt in Part 1: Labyrinth und Part 2: Port of Heaven. Neben allerlei direkt tanzbaren Beats, Cut-Up-Anleihen, weiten Flächen und deepen Vocals wirkt das Ganze wie eine endlose, entspannte Bahnreise; durch bunte Landschaften, an tiefblauen Seen und grünen Wäldern vorbei, durch hektische Städte und ruhige Wiesen. Auch „Coral Garden“ ist Kopfkino par excellence, bleibt aber deutlich minimaler als sein Gegenüber. Bisweilen wird hier sogar aktuell-angesagt gepluckert, jedoch bleibt auch hier allerlei musikalische Qualität in Form von sich immer mal wieder einschleichenden Flächen und Vocalfetzen übrig. Mein Favorit ist ganz deutlich Seite A, dennoch sollte hier wirklich jeder seinen Lieblingstrack finden. (6/6) Sanomat
Zunächst mal: super Cover! Noch nie hat mich eine Platte so dämlich-sympathisch-lustlos aus dem Stapel angeguckt, alleine deswegen werde ich wahrscheinlich zukünftig immer mal wieder zu selbiger greifen. Auch die Musik darf man bisweilen als albern bezeichnen, denn irgendwie klingt hier alles wie eine bunte Band aus der Sesamstraße, deren Mitglieder alle mal zeigen wollen, was sie so können. Bandleader scheint hier der funky Rhodes-Pianist zu sein – aber eigentlich darf hier jeder mal. Stilistisch irgendwo zwischen LCD Soundsystem, Cobblestone Jazz und The Electric Mayhem. Später auf A2 singt ein Herr namens Gavin Gordon einen netten Disco-orientierten Popsong ins Mikro und bleibt auch damit im Gehörgang. Abgerundet wird das tolle Paket durch das schmissige “Black Jub”, das mein Opa aus Hamburg sicherlich als “dufte” bezeichnet hätte. Da waven die Hände, da shaken die Hintern und wenn dann auch noch der Veranstalter grinsend von der Theke aus den Daumen hochhält ist doch alles klar. 6 Punkte mit Sahne obendrauf. Sanomat