Für die etwas tooligeren Momente im Leben hat Connaisseur nun also ein neues Sublabel aus der Taufe gehoben. Ob dies unbedingt nötig war, stelle ich mal dahin, denn im Gegensatz zu manch anderen Releases des Mutterlabels sind die hier vorhandenen drei Tracks doch deutlich weniger originell, sondern bedienen eher die minimale House-Schiene, die ja bereits von unzählbaren anderen Labels gefahren wird. Da aber die Zielgruppe immer noch hungrig ist und die drei Tracks “Nexus” mit dem dazugehörigen Moodymanc Dub sowie “Texgreen” auf Seite B zugegebenermaßen vernünftig produziert sind und insbesondere letztere Nummer mit dem kurzen Gitarrenlick noch ein prägnantes Element in petto hat, das den Track aus der Masse der Minimal-House-Releases positiv herausstechen lässt, darf man durchaus zugreifen. Besonders im Dialog mit Platten bspw. vom Cecile-Label dürfte Texgreen seinen Charme komplett entfalten. Trotzdem: da geht noch mehr. (4/6) Sanomat
Achtung, toller Satz folgt: Gabbafreunde weggehört, denn drastisch wird es bei Dan Drastic’ neuer Platte nicht besonders. Dafür tragen die sauber geloopten afrikanischen Vocals und dubbigen Chords zu einer gewissen hypnotischen Deepness bei, die sich in Gesellschaft der letzten Jackmate-Platten auch sicherlich sehr wohl fühlen könnten. Wer zudem auch noch sein Tanzbein mitgebracht hat, findet mit dem Johnny D Mix auf Seite B seinen passenden Partner. Dieser schustert aus dem Original einen zwingenden Stomper, der mit allerlei Shaker- und Bongo-Loops hantiert, auf Effekthascherei allerdings gänzlich verzichtet. Knapp zehn Minuten so etwas, was man damals vielleicht auch als “Tribal” hätte bezeichnen können, heute allerdings mit Kusshand entgegengenommen und nicht mehr losgelassen wird. Original nett, Remix super. (6/6) Sanomat
Dessous-Neuzugang Nivek Tsoy (dem einen oder anderen sicherlich besser bekannt als i!-Records-Protagonist Kevin Yost) darf nach seinem Beitrag auf der wirklich gelungenen “Best Kept Secrets”-Compilation nun auf EP-Länge zeigen, dass er sich auch in technoideren Fahrwassern bestens zurecht findet. Der tropfend-verhallte A-Seiten-Track “Time & Space”, der von allerlei düsteren Vocals und einer tiefen Mellotron-Line unterstützt wird, legt schon mal gut vor, das etwas melodiösere aber nicht minder atmosphärische “New Edison” auf B1 schielt mit seinen metallischen Drums ein bisschen in Richtung Kraftwerks “Music Non Stop”. Sehr schön, sehr angenehm. Zu guter Letzt gibts dann noch den Compilation-Beitrag “New Galaxy Love”, der mir dort schon super gefiel, aus Vollständigkeitsgründen aber natürlich gerne noch mal genommen wird. (5/6) Sanomat
Freedom Fries auf Seite A beginnt relativ gemächlich und tut erst mal gar nicht viel mehr als diverse 808-Drumsounds in einer leider schon viel zu oft gehörten Art und Weise zu verstricken. Dankenswerter Weise gesellt sich nach einiger Zeit eine breite Fläche, die immerhin den ein oder anderen hellhörig machen wird dazu und gegen Ende darf sogar noch eine klimperige Casio-Melodie mit einstimmen. Muss man jetzt nicht unbedingt haben. Wenn man die Platte allerdings umdreht, findet man einen treibenden Minimaltrack, der nicht nur durch die funky Bass- und Melodie-Combo auffällt, sondern in erster Linie von dem sich ständig wiederholenden “Protect!”-Sample lebt. Gefällt und entschädigt doch sehr für die nicht allzu aufregende A-Seite. (4/6) Sanomat
Wer hat da gerufen, die Welt brauch mehr Minimal-Labels? Die Herren Preocoop vielleicht, hinter denen sich Andre Stubbs aus London sowie Chopstick und Johnjon aus Berlin verstecken. Nun, dann wollen wir mal testen, was Baalsaal soundmäßig denn so zu bieten hat. Das Original von Seite A ist ein verhältnismäßig okayer, aber doch unauffälliger Minimal-Track (oder Minimal / Emotional, wie der Infozettel vorschlägt). Der Remix von Ritch & Collins auf Seite B lässt mich dann allerdings doch noch aufhorchen – ein ganzes Stück technoider, mit dicken Basslines und klimperigen Percussion-Melodien, die ab der zweiten Hälfte sogar noch ein verschmitzt grinsendes Motiv in den Raum werfen, interpretieren die beiden das nun wirklich etwas schnarchige Original. Hier gehts direkt nach vorne, bitte einsteigen und mitmachen! Trotzdem – ob es dafür noch ein neues Label gebraucht hätte, stelle ich wirklich mal in Frage. Für den Remix gibts aber auf jeden Fall (5/6) Sanomat
Nach dem vielbeachteten Labelerstling “Viktor Casanova” der Italoboyz dürfen nun Monty Luke und Tasho ans Werk und liefern mit “Paranoid” weiteres Material für verstörende Minimal-Sets. Ihr Track stützt sich in erster Linie auf eine schräge Acid-Line, zu der eine kräftig durch den Wolf gedrehte Stimme mutmaßt, sie sei paranoid geworden. Meiner Meinung nach ein bisschen zu gewollt, das Ganze – ich für meinen Teil greife da lieber zu dem prima groovenden und sehr frei interpretierten Remix von Todd Bodine auf Seite B, der der ganzen Angelegenheit einen herrlich freaky-schönen Anstrich verpasst und der eindeutige Gewinner der Platte ist. (4/6) Sanomat
Konsequent sind die Herrschaften aus der Werderstraße ja. Ich wüsste auf Anhieb kein zweites Label, das die Eier hätte, diese beiden Tracks zu veröffentlichen. Denn, um mal etwas spitzfindig zu sein, kann man die beiden Sog-Nummern ziemlich treffend mit “dum… dum… dum-dum-dum” beschreiben. Und das wars eigentlich auch schon. Ansonsten passiert annähernd gar nichts. Ich könnte mich ob dieser kackfrechen Banalität vor Freude einnässen, andere Gestalten zeigen sich wahrscheinlich lieber hochgradig irritiert und beschäftigen sich statt mit Tanzen eher mit der Frage, ob die Nadel hängt oder ob der DJ eingeschlafen ist. Ich jedenfalls mags - wie ihr das seht, dürft ihr natürlich selbst entscheiden. Ich geb mal (4/6) Sanomat
Ach wie schön, ich mag diese Schwebetracks, durch die sich eine einzige wabernde Fläche wie ein Laserteppich im Nebel zieht. Dazu gesellt sich eine düstere Bassline, die ihre Verwandschaft zu früheren TechTrance-Produktionen mit leichten Acid-Anleihen nicht verheimlichen muss. Gefällt und macht Lust auf mehr. Wie gut, dass es auch bei dieser Platte noch eine B-Seite gibt. Diese ist von der Grundstimmung sehr ähnlich - entspannte Chord-Fliesen mit viel Hall legen sich über das Konstrukt aus Bassline und, verglichen mit Seite A, sehr viel reduzierteren Drums, deren Bass sich nur noch erahnen lässt. Sehr angenehm und dazu prädestiniert, noch lange lange lange in der Rotation zu bleiben. (6/6) Sanomat
Manchmal kann es schon irgendwie lästig sein, einen großen Hit gehabt zu haben. Derrick May hatte “Strings of Life”, Ken Ishii hatte “Extra” und Dani König hatte “Disco 3000″, was sicherlich immer noch diverse Türen öffnet, doch findet im Laufe einer Karriere meist eine gewisse musikalische Entwicklung statt. Und so werden sich sicherlich einige fragen, wieso man nicht mehr den alten Haudrauf-Stil fährt. Die Antwort liegt im Falle König klar auf der Hand: neue Wege wollen gegangen werden. Folgerichtig finden sich auf der Maher Amad EP somit keine Hands-Up-Kracher, sondern vielmehr drei ausgeklügelte und auf Hochglanz polierte (im weitesten Sinne) Minimal-Tracks, von denen insbesondere “Seize Matters” mit seiner subtilen Percussionmelodie und den winzigen Acid-Anleihen auffällt, gefolgt vom unheimlich funky-jackenden “Vincent Hanna”, die als Neuauflage alter Detroit- und vielleicht auch ein bisschen Basic Channel-Prinzipien verstanden werden kann. Sehr gelungen und ich muss keine Sekunde zögern, die alte Disco 3000 gegen diese Platte im Case auszutauschen. (6/6) Sanomat
Okay, ich muss es einfach sagen: ich habe Gui Boratto mittlerweile eigentlich ein bisschen über. Fast stündlich erscheint eine neue Platte mit einem Gui Boratto-Remix auf der B-, oder noch besser: auf der A-Seite, und obwohl Boratto in den meisten Fällen zugegebenermaßen hochqualitative Arbeit abliefert, muss ich trotzdem jedesmal denken: ach, der Boratto schon wieder. Genau das hab ich bei Sians Flood EP auch gedacht, als ich während die A-Seite mit der düsteren, aber doch angenehm fließenden Originalversion lief, den Infozettel las. Doch als dann die Platte umgedreht wurde und die erste Melodie auf der B-Seite ertönte, war ich irgendwie doch sofort dabei. Ein Boratto-Remix, wie schön! Und dann auch noch so ein herrlich harmonischer und spannender Remix! Ich kann nicht anders, aber ey! Boratto, ne? Daumen hoch! Gutes Original, aber toller Remix! (6/6) Sanomat
Tausend Punkte alleine für das rotzige Coverartwork, meine Damen und Herren! Dort steht in krakeligen Lettern “Vinyl kills mp3″ geschrieben und ich kann meine Unterschrift gar nicht oft genug unter diese Parole setzen. Die Platte selbst sollte einem jedenfalls in letzter Zeit schon verstärkt untergekommen sein, befindet sie sich doch bereits in den Charts der wichtigsten Opinion-Leader-DJs von Tiefschwarz über Damian Lazarus bis hin zu Groove Armada. Und nun gibt es mit “Plastik” und “Jitters” also das gesamte Paket für zu Hause bzw. den persönlichen Clubeinsatz. “Plastik” auf der A-Seite ist wahrscheinlich so etwas wie der Hit der Platte, kein Wunder, denn die unruhige Acid-Line, die unverschämt zum geraden Beat shuffelt, sorgt sicherlich im Club ihrer Wahl nicht nur für nasse Hände. Mein Favorit ist allerdings “Jitters” auf Seite B, dessen detroitesque Chords es mir im Zusammenhang mit der geschickten 909-Hihat-Programmierung einfach angetan haben. Sollte man schon haben. (5/6) Sanomat
Meine Fresse, was für eine verspulte Platte. Das Original beherbergt eine derartige Vielzahl wirrer Überraschungsmomente, mal summt jemand eine kleine Melodie, mal fliegen verstörende Vocalfetzen durch den Raum, mal fährt ein Auto vorbei oder es plätschert ein Wasserhahn. Alles klingt wie ein böser Alptraum, wie schweißnasser Fieberwahn, wie eine Reise in dunkelste Ecken des Unterbewusstseins. Und wenn im Break auch noch eine Opernsängerin wie ein imaginärer Geist vorbeihuscht, ist es höchste Zeit für die ganz private Psychose. Auf Seite B wird der Hörer dann glücklicherweise wieder etwas in die Realität zurückgeführt. Der positiv an den Pierre Bucci-Remix erinnernde Samim-Mix legt wieder etwas mehr Fokus auf den guten Beat, lässt es sich aber doch nicht nehmen, die Opernsängerin noch einmal auf die Bühne zu holen. Auf diese verzichtet Lee Curtis zu guter Letzt bei seinem Mix zwar, legt aber dennoch einen weiteren klasse Mix hin. Insgesamt hoch faszinierend und äußerst seltsam, und obwohl ich nie im Club vom Original überrascht werden möchte, gibt es keine andere Möglichkeit als die Höchstpunktzahl. (6/6) Sanomat
Na gut, der Dima Remix auf Seite A ist wirklich minimal, schön lang und… mh… minimal. Aber reißt mich leider wirklich gar nicht vom Hocker. Da wende ich mich doch viel lieber dem Original auf B1 zu, das – hurra! – gleich einen ganzen Track um einen Beat gebastelt hat. Und sogar eine schubsende Bassline juckelt kantig über den Floor. Geht doch! schreit da der erleichterte Rezensent, zieht aber angesichts des wiederum wenig spannenden “Forest Dump” auf B2 gleich wieder einen pädagogischen Punkt ab. Insgesamt zwar mit ner netten B1, aber ob man die Platte nun wirklich haben muss, darf jeder für sich entscheiden. Ich entscheide mich für (3/6) Sanomat
Die erste Veröffentlichung auf dem Orphanear-Label kommt von Pawel, der bereits auf Ladomat und Mute seine Spuren hinterlassen hat. Seine erstaunlich ruhige und auch langsame A-Seiten-Nummer “Jujuy” bringt als Begrüßungsgeschenk direkt eine reizvolle Bass-Figur, die den ganzen Track durchzieht und Freunde der neueren Musik aus Detroit hellhörig werden lässt. Dazu gibt eine scheinbar zufällige Pling-Plong-Melodie einige verhallte Töne ab und ein konstantes Zirpen und Rauschen untermalt den wirklich gelungenen Track. “Salta” auf Seite B ist im Gegensatz zu ihrem Bruder auf der A-Seite fast schon fröhlich und tänzelt mit vielen sich überlagernden Melodien und Harmonien durch den Äther. Feines Debut! (5/6) Sanomat
Ich kann mir nicht helfen, aber bei Luciano Pizzella muss ich immer an das berühmte, würzig belegte Fladenbrot denken. Mit ebendieser Köstlichkeit hat besagter Musikant zwar erst mal wenig zu tun (obwohl ich auch nicht ausschließen möchte, dass er dann und wann ganz gerne mal einen Happen des italienischen Nationalgerichts verspeist), dennoch ist auch sein neues Release auf Italic recht lecker. Auf der A-Seite unterlegen flirrende Mini-Chords die wabernden Flächen und tipsigen Melodien, die in dieser Kombination durchaus auch auf Connaisseur hätten erscheinen können. Die beiden B-Seiten-Tracks bleiben etwas minimaler, haben zwar noch einige Chords im Gepäck, werden aber deutlich sparsamer eingesetzt. Vielmehr liegt hier der Fokus auf reduziertem Minimal-Techno, der hier und da sogar ein bisschen an detroitsche Produktionen erinnert. Schmackhafter Snack für zwischendurch. (4/6) Sanomat
Vor einiger Zeit war eine gute Freundin meinerseits mit guten Freunden ihrerseits in der Kölner Innenstadt unterwegs. Die Laune war gut, man feixte und lachte und sprach den Plan aus, sich gegen Abend einigen alkoholischen Getränken zuzuneigen, in der Absicht, noch mehr zu feixen und zu lachen. Am Chlodwigplatz kam man an einem Reformhaus vorbei, als plötzlich zwei ihrer guten Freunde anfingen zu tuscheln und kurz darauf vorschlugen, man könne sich den Abend doch mal mit besonders gesundem Schaumwein betrinken, sie hatten von einer besonders guten Marke gehört, die in diesem Reformhaus erhältlich war. Daraufhin schickten sie besagte gute Freundin mit Kaufauftrag zu einer Verkäuferin, um zu fragen, wo denn der Natursekt stehe. Im Gegensatz zu den sogenannten guten Freunden meiner Freundin fand die Verkäuferin diese Frage alles andere als zum Totlachen und quittierte die Anfrage prompt mit Rausschmiss und Hausverbot. So kanns gehen. Ach ja, die Platte! Ganz okay würd ich mal sagen. (4/6) Sanomat
Eines meiner momentanen Lieblinslabels ist eindeutig Connaisseur Records und in diesem Zusammenhang insbesondere das Superieur-Imprint. Das liegt nicht nur an der durchweg interessanten Musik und dem stets gelungenen Artwork, einen besonderen Pluspunkt bekommt das Label um Alex Flitsch und Martin Henkel zudem für die zahlreichen mutigen Investitionen in neue Artists. Einer dieser Artists ist der aus dem Technoforum bekannte Rosenheimer Pele alias Patrick Gallenmüller. Dieser präsentiert auf seinem Superieur-Erstling einen deepen Track, den er in monatelanger Arbeit immer weiter entwickelt hat und dessen ganz große Momente ganz klar in den einlullenden Chords liegen, bei denen man fast wieder das Fähnchen “Detroit” hochhalten könnte, muss man aber auch nicht, soweit ich weiß, gibt es auch außerhalb von Detroit Produzenten, die Chords benutzen. Schnell noch mal in Seite B reingehört – der Kollektiv Turmstraße-Mix ist eigentlich ein eigenständiger Track, der mal kurz einzelne Elemente des Originals vorbeihuschen lässt, mir aber mit seiner mittlerweile recht gängigen Mischung aus Minimal und Neotrance nicht allzu lange im Ohr bleibt. Ich bleib beim Original. (5/6) Sanomat
Früher auf der Berufsschule sagte man: “fällt dem Gestalter nichts mehr ein, fügt er eine Linie ein”. Angesichts der nur einseitig bespielten 12″ “Bang” von Phonique spitze ich meine Feder und gebe bekannt: “Fällt dem Produzenten nichts mehr ein, probiert er einfach mal die Tonleiter durch”. Das mag man zwar angesichts dieser doch… äh… originellen Melodie sicherlich erst mal denken, allerdings verwandelt diese Eigenschaft den ansonsten recht knackigen und doch irgendwie verhalten groovenden Track in eine Grinse-Nummer, die man einfach im Kopf und im Case behält. (4/6) Sanomat
Das Berliner Label Mobilee schmeißt ein neues Subunternehmen namens “Leena” in den Ring, das musikalisch noch etwas freier als das Mutterlabel daherkommt. Für Katalognummer 1 sorgt Holger Zilske, der den meisten vermutlich eher als Smash TV geläufig ist. Ob man für diese Platte nun extra ein neues Label aus der Taufe heben musste, sei mal dahingestellt, “Enduro Disco” auf Seite A hätte sicherlich auch auf Mobilee erscheinen können, lediglich die Grundstimmung ist – gerade durch die sehr frei schwebende und durch weite Hallräume geschickte Melodie – noch eine Idee entspannter als bisherige Releases. Über die musikalische Qualität muss ansonsten gar nicht viel gesagt werden, wer den Smash TV Standard kennt, der weiß, dass man hier bedenkenlos zugreifen kann. A propos Zugreifen: genau das sollte man vor allem bei der knackigen B-Seite, die durch düstere, plumpe Chords einen angenehmen Schuss Detroit mit ins Spiel bringt und den etwas morbiden Track “Aura” zur Empfehlung der Platte machen. Gutes Zeug. (5/6) Sanomat
Das Original von Oliver Keims “Borderlinecolly” ist mir irgendwie viel zu konfus und daher gar nicht so meine Tasse Tee. Damit ich aber nicht auf meinen Tee verzichten muss, hat sich Dylan Hermelijn alias 2000 and One mächtig ins Zeug gelegt, reicht sogar noch Milch und Plätzchen dazu und liefert einen Remix, der sich zwar so frei ans Original hält, dass man sich fragen muss, ob es wirklich ein Remix ist, aber für sich einfach eine tolle Nummer ist, die man damals schon beispielsweise auf Chain Reaction gerne genommen hätte. Dem Original reiche man ein Harmonielehrebuch, dem Remix die Höchstpunktzahl. B: (6/6) Sanomat