Archive for the 'House' Category

Stefan Gubatz

Arto Mwambé - Mudhutma! (Brontosaurus 004)

Angesichts der Namen dieser beiden Tracks sowie des Künstlers freut sich der deutschsprachige Diskjockey, dass Schallplatten heutzutage nicht mehr per Mikrofondurchsage anmoderiert werden. Das ist prinzipiell schade, denn Ansagen wie “Und jetzt kommen die beiden Tracks ‘Ombala Mbembo’ und ‘Noh Ngamebo’ der Platte ‘Mudhutma!’ des Künstlers Arto Mwambé” würden beim Publikum sicherlich für eine ähnliche Erheiterung sorgen wie die englischsprachigen Durchsagen in Fernverkehrszügen der Deutschen Bahn. Bei mir sorgt insbesondere Seite B für hochgezogene Mundwinkel, erinnert der Track doch nicht unwesentlich an die goldenen Zeiten von Metro Area, Detroit-Basslines, jazzige Piano-Elemente und schluffig geklatschte Hände tun ihr übriges. Wer auf Disharmonien steht, der wird sicherlich auch Seite A beachten, für mich ist dies nichts, gebe aber für Seite B auf jeden Fall (5/6) Sanomat

Stefan Gubatz

Agnes - A few old tracks EP (Minibar 08)

Manch einer mag sich fragen: wie kann man seinen Sohn, der sich ganz offensichtlich männlichen Geschlechts erfreut, eigentlich Agnes nennen? Warum nicht beispielsweise Tobias? Oder Gerhard? Ob Agnes seines Namens wegen damals in der Schule vielleicht sogar gehänselt wurde? Ihn aufgrund seiner Musik zu hänseln erscheint mir jedenfalls unmöglich. Denn obwohl die hier enthaltenen Nummern bereits zwischen 2003 und 2005 entstanden, gibt es nichts zu mäkeln. Geiles, tanzbares Zeug, universell einsetzbar und eigentlich rätselhaft, warum diese vier Tanzperlen nicht unmittelbar nach ihrer Entstehung gesignt und veröffentlicht wurden. Die Presseinfo nennts “groovy, reducedly sweet and incredibly deep”, ich gehe mit dieser Bezeichnung konform, stecke die Platte griffbereit ins Case und erinnere mich an Herren wie Klaus Maria (aha!) Brandauer oder Andrea (oho!) Bocelli, die es ja bekanntlich auch zu etwas gebracht haben. (6/6) Sanomat

Stefan Gubatz

Henrik Schwarz - Walk Music (Mood Music 051)

Nach den tollen Remixen für Coldcut oder Mari Boine liefert Mood Music nun auch mal wieder eine komplett eigene Platte des sympathischen Berliners frei Haus. Diese nennt sich “Walk Music”, dürfte Besuchern seiner Live-Gigs durchaus schon bekannt sein (zumindest die 2003er Version auf Seite B) und enthält kraft seiner enorm einprägsamen, seltsam rückwärts eingespielten Vocal-Line und den zurückhaltenden, aber doch ständig präsenten Strings alles, was man von einer Henrik Schwarz-Platte erwarten kann und auch darf. Dark, moody, soulful – und natürlich verdammt tanzbar. Wird in den nächsten Monaten natürlich vollkommen zu Recht rauf- und runtergespielt werden. Und wer jetzt auch noch eine Wertung zu dieser Platte haben möchte, dem kann ich nur die folgende präsentieren: (6/6) Sanomat

Stefan Gubatz

Till von Sein & Aera - Deeds (Trenton 018)

Till von Sein ist mittlerweile, wie so viele in der heutigen Zeit, nach Berlin abgewandert, um sich nun von da mit seinem Kumpel Aera der neuen “Deeds” EP zu widmen, die einmal mehr auf Trenton erscheint. Den zwei Nummern, die auf der A-Seite zu finden sind, merkt man den Wohnortwechsel allerdings (und glücklicherweise?) nicht im geringsten an, wie auch schon die Vorgängerplatte auf Trenton orientiert sich das entspannt wabernde “Deeds” kaum an aktuellen Strömungen, im Gegenteil gibts sogar ein bisschen Oldschool-Flavour gratis mit dazu. Mein Favorit ist allerdings “Kurtney” auf A2, das anfangs fast ein bisschen albern anfängt und dann später in eine unverschämt ravige Funk-Rage zu verfallen. Hit! Auf Seite B gibts zu guter Letzt einen enorm dicken John Tejada Mix des Titeltracks, welcher sich angenehm frei an das Thema hält und einen weiteren Höhepunkt der EP darstellt. Schick! (5/6) Sanomat

Hanno Leichtmanns hat mit der neuen 12″ seines Projekts “The Vulva String Quartett” (wenn das mal nicht ein schnieker Name ist!) auf Combination Records drei toll housig-poppige Nummern abgeliefert, die so entspannt aus den Boxen schunkeln, dass man sich selbst in Gedanken schon wieder leicht bekleidet in einem Jeep Cabrio mit der Rückbank voll kichernder Girls am Strand herumtuckern sieht. Hauptakteur auf dem A-Seiten-Track “Cranberry” ist unbestritten der lässige und absolut funky Beat, der in Kombination mit der verschmitzten Bassline und den Offbeat-Chords einfach unschlagbar ist. Die beiden B-Seiten-Nummern sind grundsätzlich auch noch ganz nett, obwohl sich die B2 irgendwie nicht so ganz entscheiden kann, wo sie hinwill. Macht aber nichts, Aufhänger der Platte ist A1 und dafür gibts entspannte (5/6) Sanomat

Stefan Gubatz

Theodor Zox - Run Away (Trenton 017)

Ich mag ja Theodor Zox wirklich, seine Platten sind grundsätzlich klasse produziert, funky und haben sogar eine gewisse Massenkompatibilität, was jetzt nicht heißen soll, dass sie chartsmäßig-langweilig sind, sondern weil es einfach gute Musik ist, auf die sich irgendwie jeder einigen kann. Und trotzdem klingen sie irgendwie immer recht ähnlich. Ich will jetzt hier nicht vom Benassi-Phänomen sprechen, davon ist Herr Zox weit entfernt, aber durch die Kombination vertrackte Drums, dicker Bass, Sampleschnipsel hier und da und eben diesem enormen Shufflebeat lassen einen recht schnell erkennen, dass es sich um eine weitere Platte des umtriebigen Dänen handeln muss. Und so ist es dann auch bei der Run Away EP, die diesmal auf Trenton erscheint. Alles wirklich gute Musik, tip-top-Tüte sozusagen, aber dass man die jetzt auch noch braucht, wenn man schon die ein oder andere Zox im Regal hat, kann ich nicht unbedingt sagen. Ich geb trotzdem einfach mal 4/6 Sanomat

Schmissige Platten, her zu mir! Was KAOS feat. Khan hier abliefern, klingt auf den ersten Blick ein bisschen nach DFA, vielleicht in einer etwas zaghafteren, aber nicht minder funkygen Variante. Khan, der ja zuletzt bei Alexander Kowalski für die rechten Vocals gesorgt hat, steuert ein paar “You´re in my Head”-Textzeilen hinzu, hier shuffelt das Percussion-Ei, da trommeln die Bongos und fertig ist die Laube. Auf Seite B1, im angenehm oldschooligen “Khan in my Head”-Mix merkt man allerdings die säuregetränkten Wurzeln des Wahlberliners; der Track hätte so auch auf dem Kölner Traditionslabel Djungle Fever erscheinen können. Abschließend sorgen Brennan Green und Sal P noch für einen Edit, der sich recht nahe am Original hält und wohl sowas wie das Pendant zu LCD Soundsystems “Yeah” darstellt. Feine Platte mit einem Geheimtipp auf B1. 5/6 Sanomat

Stefan Gubatz

Ianeq - The Return (Mental Groove 056)

Ianeq ist also zurück, was er nicht nur durch das ständig wieder auftauchende “It´s my time”-Sample unterstreicht, sondern ganz einfach diese deepe Nummer, die mich immer wieder an Metro Area erinnert eindrucksvoll für sich sprechen lässt. Auf der A-Seite gibts direkt den Fabrice Lig-Remix, der gelinde gesagt großartig ist. Wieder einmal ist Detroit das große Schlagwort, denn obwohl die Drums stellenweise auch eher an Daft Punks “Da Funk”-Zeiten erinnern, geben die toll eingespielten Bass- und Synthlines die klare Richtung vor. Und auch das Original auf B1 brauch sich vor dem Remix nicht verstecken – hätte auch durchaus (und wie es sich eigentlich auch gehört) auf Seite A gepasst. “The Focaccia Pretext” gibts dann noch als Bonus dazu und hämmert wie eine ganze Armada von Zimmermännern und macht diese tolle Platte insgesamt zu einem großen Kauftipp. [6/6] Sanomat

Eine verhältnismäßig originelle Coverversion von Daft Punks “Around the World” haben Nicky van She und Dangerous Dan hier ins einseitig bespielte Vinyl gebratzt. Eine furzende Gitarre spielt das Thema, irgendjemand macht den Filter zu und wieder auf und am Ende gröhlt die ganze Studentendisco vor Vergnügen. Das Arrangement der Nummer ist allerdings alles andere als spannend – da hätten sich die beiden vielleicht auch lieber noch ein bisschen am Original orientieren sollen. Insgesamt zwar nett, aber auch nicht wesentlich mehr. [3/6] Sanomat

Stefan Gubatz

Alex Gopher - Motorcycle (Kitsuné 040)

Während sein Kumpel Bob Sinclar mittlerweile komplett am Rad dreht und eine bescheuerte Platte nach der anderen raushaut, besinnt sich Alex Gopher auf das, was französische Housemusik doch mal ausgemacht hat – schrullige, tanzbare und immer etwas sperrige Tracks, immer mit einem kleinen verschmitzten Augenzwinkern serviert. Auf Kitsuné hat er für dieses Anliegen natürlich die richtige Plattform gefunden, seine zwei Interpretationen “Wet Clutch” und “Dry Clutch”, die sich gar nicht so sehr voneinander unterscheiden grooven sich nonchalant mit dem richtigen Knarz und leichten Blödelmomenten in die Herzen und Beine des geneigten Konsumenten. Demnächst übrigens auch auf der Kitsuné Maison 3 Compilation zu finden. Klasse Partysound für die Primetime und zwischendurch. Ich geh mal kurz grinsen. [6/6] Sanomat

Stefan Gubatz

Justus Köhncke - Advance (Kompakt 141)

Wenn du glaubst es geht nicht mehr, kommt von irgendwo der Köhncke her. Weitaus stimmiger als mein doch etwas holpriger Reim ist die neue Platte von besagtem Künstler, der ja schon seit Ewigkeiten sein altes Whirlpool-Projekt soundmäßig überholt hat (man denke da nur an den absoluten Über-Track “Timecode”). Auf dieser neuen 12″ kramt Köhncke in seiner Disco-Schublade und legt zwei ausführlich schunkelnde und verspielte Nummern hin, die von der ehemaligen Kompakt-Residenz Studio 672 einfach 627 abzieht (hoho, welch um die Ecke gedachte Reminiszenz, Herr Sanomeier!) und augenzwinkernd zeigt, dass es auch noch andere Wege neben Minimal gibt. Eine Platte zum Liebhaben; vielleicht nicht ganz so griffig wie andere Köhncke-Produktionen, aber das muss ja gar kein Nachteil sein. Potentielle Lieblingsplatte des Monats. [6/6] Sanomat

Stefan Gubatz

Combi - Hold The Line (Waskids)

“Plim Plam” macht der Titeltrack und lässt meine Mundwinkel ganz von alleine nach oben gehen. Dazu kommen klimperige Orgelsounds und schmissige Arschwackel-Basslines - allerdings fehlt der aller-aller-allerletzte Kick, der mich so vollkommen überzeugt, vielleicht wäre ein Chordwechsel noch dringewesen? Diesen bietet zwar auch die Rückseite nicht, schaukelt sich aber auch so ganz gut über den Teppich. Hier ist es dann aber der atonale Klaviersound, der mich von einer ausgelassenen Euphorie abhält. Schade, denn Potential ist eindeutig vorhanden und wird auch deutlich demonstriert, aber wenn ich mich an solch blöden Kleinigkeiten reibe, dann reibe ich mich auch wirklich daran. Ich Doofmann. Trotzdem: [4/6] Sanomat

Stefan Gubatz

Deepchild - No Disgrace (Future Classic 1208)

Hm, das Original von “No Disgrace” macht mich irgendwie gar nicht an, die an sich recht deepe Nummer ist einfach nicht besonders gut mit den dubbigen Vocals bedient, vielleicht hätte man da einfach zwei verschiedene Tracks draus machen sollen. Auch “Always and Forever” auf B2 mag ich nicht als meine Tasse Tee bezeichnen. Doch, ihr habts ja sicherlich schon gesehen, die fünf Punkte kommen ja nicht irgendwoher - verantwortlich für meinen plötzlichen Stimmungsumschwung ist der schmissige Audiomontage Remix auf Seite A (das Label wird schon wissen, warum sie den Mix dort platziert haben). Dieser bezeichnet seinen Mix selber mal eben als “fucking slamming, maybe one of my best yet”, dem ich so eigentlich gar nicht mehr viel hinzufügen kann. Der Mix kickt einfach mit seinen funky Drums, dem FlatBeat-ähnlichen Bass und den sehr sparsam eingesetzten Vocals. Hit! Seite A: [5/6] Sanomat

Genau genommen sind auf dieser EP nicht etwa mehrere Remixes, sondern nur einer, nämlich von Einmusik, dafür gibt es für alle bisherigen Turnbeutelvergesser das chillig fließende Original noch mal zum direkten Vergleich oder zur Komplettierung der eigenen Sammlung mit dazu. Der Einmusik Remix auf Seite B greift die pluckernde Melodie des Originals auf, variiert und moduliert diese aber nach Lust und Laune, drückt eine ziemlich schiebende Bassline/Drums-Linie drunter und transferiert den alten Cold-Klassiker, der nicht selten als letzte Platte des Abends herhalten musste, mitten in die Peaktime und spendiert dem Thema einen gelungenen zweiten Frühling - Sommer, Herbst, was auch immer! Musik für immer! Sehr schön und mal sehen, was die angekündigten weiteren Remixe von Dominik Eulberg & Gabriel Ananda sowie Gebrüder Ton halten können. Für diesen Mix gibts erst mal verdiente [6/6] Sanomat

Stefan Gubatz

Vincenzo - Time Out (Dessous 63)

Mmmh, ich mag diesen Snare-Sound. Mmmh, ich mag diese Flächen. Mmmh, die Bassline ist auch klasse. Oh, ein Farfisa-Orgelsound! Diiet-dieet-diieet-dit-dit-dit… Zasch! Und ein Break. Seidige Flächen, ich schmelze dahin. Aaaaahh… Oh, und da gehts wieder los. Deep. Seeehr deep. Tolle A-Seite mein Lieber, alle Achtung! “Get Those Bees Off Me” auf Seite B mag ich aber auch nicht verachten; der Track ist im Gegensatz zur A ein ganzes Stück gradliniger und setzt seine Blickrichtung noch ein bisschen mehr auf den Dancefloor, leichte Acid-House-Anleihen und die jackenden Vocals tun ihr übriges. Feine Platte, privat tendiere ich zu A, im Club eindeutig zu Seite B. Entscheidet selbst, gekauft werden ja praktischerweise immer beide Seiten. [6/6] Sanomat

Eine wirklich reizvolle Vocal-Nummer aus dem Frischfleisch-Betrieb legt Labelchef Mazi mit tatkräftiger Unterstützung der Sängerin Rachael Starr vor, deren Stimme so zerbrechlich und wunderschön auf dem behutsamen Arrangement des Titeltracks liegt, dass einem warm ums Herz wird. Die Musik selbst erinnert mich an frühere Kevin Saunderson-Produktionen, was vielleicht an der Kombination 909-Bassdrum/-Snare liegen mag, die man so schon länger nicht mehr gehört hat. Den Remix auf Seite B liefert Dan Berkson, der nach seiner gelungenen Platte auf Poker Flat hier noch mal klar stellt, dass er ein hervorragender Producer ist und in seiner Dub Version eine klasse minimal angehauchte und doch stimmungsvoll atmosphärische Version zaubert. Klasse Platte. [6/6] Sanomat

Stefan Gubatz

Subway - Lizard (Threetone 003)

Ein ziemlich belangloser Neo-Italo-Disco-Trance-Track auf Seite A, den uns Subway hier in die Ohren bügeln wollen. Umta-Umta-Basslines mit komischen Akkordwechseln, dazu total unmotiviert arrangiert… nee, das muss ich mir wirklich nicht mehr anhören, meine Lieben. Schnell noch mal hören, was Seite B so macht, während ich in Gedanken schon den eBay-Angebotstext formuliere… Hier ähnliches Thema, langweilige Drums mit Pseudo-Moroder-Bassläufen und gut gemeinten Sequenzen, immerhin etwas gelungener als Seite A, aber dennoch gar nix für mich. [2/6] Sanomat

Stefan Gubatz

Underworld - Hot 4 Vol. 4

Na sowas, Underworld-Bootlegs! Das hab ich ja noch nie gesehen. Immerhin zeichnen sich diese vier Tracks, bestehend aus Everything Everything und Beaucoup Fish auf Seite A sowie Two Months Off und wieder einmal Born Slippy auf Seite B, durch einige Produktionsarbeit auf Bootleggerseite aus, was soviel heißen soll wie: keine Mashups, einfach neue Remixe basierend auf den Originaltracks. Diese sind mal unspektakulär und recht unauffällig, wie praktisch die gesamte Seite A, Seite B dagegen überrascht durch interessante Beatunterlegungen, so wird Two Months Off zu einer herrlich groovenden House-Nummer, die auf Ibiza sicherlich mit Kusshand genommen wird und Born Slippy präsentiert sich hier in einer Breakbeat-Version. Zu doof nur, dass ich mich gerade an Born Slippy mittlerweile totgehört habe. Immerhin bleibt der Two Months Off-Remix und dieser gewinnt mit [4/6] Sanomat

Mal angenommen, euch fällt morgen früh der Kamm ins Klo, der Postbote bringt Zahlungsaufforderungen in Fantastilliardenhöhe, die Freundin macht Schluss, das Fahrrad ist geklaut und die Eltern kündigen sich zu Besuch an, dann seid ihr froh, dass ihr euch heute diese Platte gekauft habt, denn die Melodie des Titeltracks rettet euch mühelos den kompletten Tag. Mit einem luftigen Mix aus Italo-Disco-House und einigen knarzigen Elementen kuschelt sich “A Smart Thing To Say” absolut nonchalant an eure Seite, dass es gar keine andere Möglichkeit gibt, als den Song auf Anhieb liebzuhaben und zu denken: ist doch alles gar nicht so schlimm. Auf der B-Seite macht Frank Martiniq einen gewohnt minimalen Frickelschieber aus dem Thema und Tetsuo gibt sogar noch einen kompletten Songtext dazu. Kann man spielen, muss man aber nicht, die sympathischere Seite ist und bleibt A. [5/6] Sanomat

Stefan Gubatz

Rekleiner - Somewhere (Mood Music 41)

Eine gewohnt angenehme Platte aus dem Hause Mood Music. Im weitesten Sinne minimal, aber durch freundliche Chordwechsel mutiger und irgendwie auch niedlicher als die meisten anderen Platten aus dem Genre. Videospiel-Sequenzen sich klimpern mit Unterstützung weicher Pads ins Herz, deren Eindruck Sasse mit seinem Remix auf Seite B noch intensiviert und den geneigten Hörer mit seinem einlullenden Arrangement in eine warme Decke wickelt, die auch bei warmen Temperaturen sehr willkommen ist. Trotz allem fehlt irgendwie eine Kleinigkeit, die beiden Tracks das ganz gewisse Etwas verleiht. Aber hör- und spielbar sind sie auch so allemal. (5/6) Zamboni

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