Archive for the 'Compilations' Category

Stefan Gubatz

Dessous – Best Kept Secrets (Dessous)

Pssst… Da kommt das Poker-Flat-Sublabel Dessous mit seinem großen Mantel die Straße entlang geschlichen, schaut sich kurz um und zieht eine Doppel-CD aus der Innentasche hervor, die mit einem wissenden Gesichtsausdruck überreicht wird. Hier – das gute Zeug. Ein bisschen aufgeregt, aber doch in freudiger Erwartung geht man nun eiligen Schrittes nach Hause und legt mit zittrigen Händen die erste CD in den Player. Und direkt bei den ersten Takten von Phoniques “Worked it Out” im Charles Webster Remix ist klar: das IST das gute Zeug. Das ist sogar noch besser, als man erwartet hätte. Denn was sich auf den beiden Silberlingen (CD 1 zusammengestellt von Steve Bug, CD 2 gemixt von Vincenzo) auftut, kann einem nicht nur den Tag retten, sondern tut dies vermutlich auch gleich mit dem ganzen Deep-House-Genre. Namen wie Efdemin, Cle & Mike Vamp, Tanzmann & Stefanik oder auch Metro-Area-Legende Morgan Geist dürften für sich sprechen – einfach eine grandios gute und zeitlose Compilation. Und wer einem solche Geheimnisse verrät, der kann es doch nur gut meinen. (6/6) Sanomat

Anspieltipps:
Phonique – Worked it Out (Charles Webster Mix)
Simon Flower – Past Perfect
Discemi – When Mika Shot Puts

Seltsames Ding, was sich Force Tracks da ausgedacht hat. Max und Moritz präsentieren: Karneval der Verpeilten – Mukke. Zugegeben nicht ganz mein Humor, aber wenn man sich die Compi mal anhört, erschließt sich das Konzept dann doch irgendwie. Denn die hier zusammengestellten Titel sind doch größtenteils irgendwie schräg, mal frickelt ein Rico Loop Beatbox-artige Schnipsel zusammen, mal schunkelt Sven Dohse einen Jahrmarkt-Loop übers Parkett, hier stellt Pilocka Krach fest, dass Prostituierte für Geld mit beliebigen Personen kopulieren, dort leben Girls United heimliche 80er-Jahre-Fantasien aus. Und so seltsam und sonderbar manche Beiträge doch auf den ersten Blick erscheinen mögen, so passen sie doch alle irgendwie zusammen. Für akustischen Tesafilm sorgen vielleicht auch die vielen, dann auch angenehm unalbernen Tracks von Autotune, Jake The Rapper, The Dose oder Metope, und wer hätte das gedacht? – Ist das doch ne wirklich runde und gut hörbare Compilation geworden, die vielleicht etwas… öhm… “anders” ist, als das meiste, was so auf dem Markt ist, aber das muss ja nicht immer schlecht sein. Mir gefällts. (5/6) Sanomat

Anspieltipps:
Rico Loop – Wohin Du Willst
Sven Dohse – Squash
Jake The Rapper – Alpine Lullaby

Okay, liebe Cadenza-Anhänger, ich weiß, ihr werdet diese Doppel-CD mit den aktuellen Hits des Labels, gemixt von Luciano persönlich, sowie der zweiten CD, auf der das Beste aus den ersten sechs Vinyl-Veröffentlichungen zusammengestellt wurde, sowieso kaufen. Allen anderen muss ich leider mit einer bekannten Floskel kommen; ihr ahnt es schon – früher war alles besser. Denn was sich trackmäßig auf der “Contemporary”-CD tummelt, kann man als gemeiner Musikkonsument ohne rosarote Minimal-Brille auf der Nase weitestgehend wirklich nur noch als enttäuschend und durchschnittlich dahinplätschernd bezeichnen. Dabei zeigt doch direkt die “Classics”-CD nebenan, dass man anscheinend durchaus mal wusste, wie man intelligente, ausgeklügelte und wegweisende Minimal-Tracks produziert. Dass der Infozettel von einer “ständigen Weiterentwicklung” des Cadenza-Sounds spricht, mag sich mir wirklich nicht recht erschließen, Entwicklung vielleicht, aber die Richtung stimmt irgendwie nicht. So bleibt für mich in erster Linie die (immerhin wirklich gute!) CD 2 mit den Classics, CD 1 schenke ich vielleicht meinem Nachbarn, der rennt in letzter Zeit immer mit so nem komischen Schal durch die Gegend. (4/6) Sanomat

Anspieltipps:
Luciano & Quenum – Orange Mistake
N.S.I. – Max Binski
Luciano – Bomberos

Stefan Gubatz

Southern Fried & Tested

“The Whole Church should get drunk” fordert eine Stimme im Intro und selbst wenn man sich gerade nicht in einer solchen Lokalität aufhält, scheint ein gepflegter Leicht- oder Vollrausch im Kreise seiner Freunde die ideale Voraussetzung zu sein, um sich in diesem musikalischen Wahnsinn zurecht zu finden. Norman Cook, manchen auch bekannt als Fatboy Slim, hat sich für die erste CD im Bunde sein Mighty-Dub-Katz-Kostüm angezogen und schickt in bester Brighton Beach-Manier einen Kracher nach dem nächsten durch die Boxen der geneigten, angeschickerten Festgemeinde. Und ganz wie man es erwarten darf, gibt es einen Streifzug durch seine Disco House-Archive, gespickt mit allerlei Big Beat-Experimenten und natürlich immer mit den nötigen “Put your hands in the air!”-Anfeuerungen. Das ist schräg, das ist auch ein bisschen debil und man muss immer irgendwie aufpassen, dass nicht die niedersten Instinkte in einem plötzlich Überhand nehmen. Aber für eine gelungene, nicht allzu anspruchsvolle Sause im Partykeller oder einer Kirche nach Wahl, genau das richtige Material. Mööööp! (5/6) Sanomat

Anspieltipps:

Percy Filth - Show Me Your Monkey
Mighty Dub Katz - Let The Drums Speak
Mighty Dub Katz - Just another Groove

Stefan Gubatz

Onitor - Stadtmusik (Onitor / Kompakt)

Wer den Output des Köln-Stuttgarter Labels Onitor verfolgt hat, dem wird in letzter Zeit insbesondere die “Stadtmusik”-Reihe aufgefallen sein. Auf insgesamt vier 12-Inches haben sich Künstler aus Köln, Stuttgart, Buenos Aires und Toronto zusammengefunden, um ihre musikalische Vision ihrer Heimatstadt auf Vinyl zu bannen. Für alle, die diese Reihe damals verpasst haben, oder möglicherweise gar keinen Plattenspieler ihr eigen nennen, versammelt Onitor diese Beiträge nun auf einer schicken Doppel-CD, packt noch ein paar Bonus-Tracks dazu und zaubert so – quasi nebenbei – eine der gelungensten Compilations des Monats. Musikalisch breit gefächert geht die akustische Reise durch Minimal- und Dub-Techno-Welten, an housigeren Klängen vorbei und sogar kleine Elektro-Breaks gibt es zu hören. Dankenswerterweise kommt die Compilation komplett ungemixt, so dass auch CDJs damit ordentlich was anfangen können und werden – durchweg tolle Tracks, durchweg eine tolle Zusammenstellung. (6/6) Sanomat

Anspieltipps:
Ada + Metope – Colony
Hagedorn – Gtdwn
Jeff Milligan – Convenience Store

Stefan Gubatz

Pop Ambient 2007 (Kompakt)

Eine Leidenschaft von Kompakt ist seit jeher das Ambient-Genre. So erscheinen nicht nur immer mal wieder hervorragende Listening-Alben wie zuletzt das tolle “Music to fall asleep” von Klimek, sondern bereits seit 2002 im jährlichen Turnus die Reihe “Pop Ambient”. Auch auf der 2007er-Ausgabe gibt es allerlei einlullendes und größtenteils beatloses Material von Artists wie Popnoname, Markus Guentner, Thomas Fehlmann oder auch Kompakt-Chef Wolfgang Voigt selbst zu hören, der sich ja nun schon seit einiger Zeit aus dem aktiven Produzententum verabschiedet hat, hier aber noch ein mal unter seinem “Gas”-Pseudonym klarstellt, wie vielfältig sein mittlerweile zum Imperium angewachsenes Unternehmen in der Releasepolitik sein kann. Besonders beachtenswert übrigens die Nummer “Kappsta” des neuen schwedischen Acts “The Field”, der nächstes Jahr sein Debutalbum auf Kompakt veröffentlichen wird. Da geht noch einiges. Wenig Klebstoff, viel Freiraum und unbedingte Empfehlung meinerseits. [6/6] Sanomat

Stefan Gubatz

Michael Mayer - Immer 2 (Kompakt)

Mix-CDs von Michael Mayer sind für mich immer ein Grund, genauer hinzuhören, denn neben dem gewohnten und von mir durchaus auch geschätzten Kompakt-Sound gibt es immer einige Überraschungen in Punkto Sound. Da steht nicht einfach das von vielen sicherlich erwartete Etikett “Minimal” drauf – ganz im Gegenteil – atmosphärische, fast Basic-Channel-affine Geräuschtracks treffen auf jazzige Elemente, Detroit, Neo-Trance, Italo- und Schunkeldisco (Ein Hoch auf Herrn Köhncke!) und bei Supermayers Remix von Geigers “Good Evening” kommt zu allem Überfluss noch mal grandioses Oldschool-Feeling auf – ich wusste gar nicht, dass es diesen Drumloop überhaupt noch gibt. Tolle Zusammenstellung, eindrucksvoll gemixt und für mich eine der wirklich besten Mix-CDs der letzten Zeit. [6/6] Sanomat

Anspieltipps:
Ian Simmonds - The Dog
Justus Köhncke - Advance
Lindstøm - Another Station (Todd Terje Remix)

Einen runden Geburtstag gibts im Hause Poker Flat zu feiern, denn die mittlerweile fünfte Ausgabe der immer wieder heiß erwarteten Labelcompilations steht ins Haus, die wieder einmal eine Bestandsaufnahme des aktuellen Sounds rund um Steve Bugs Erfolgslabel gibt. Im Gegensatz zu den bisherigen Ausgaben darf man hier allerdings feststellen, dass der Trend in letzter Zeit eindeutig zum noch sehr viel reduzierteren Minimal-Sound ging, regelrechte Tech-”Songs”, wie auf anderen Ausgaben en masse zu finden, sind hier eher Mangelware geworden. Ob diese Entwicklung nun positiv zu werten ist oder nicht, darf jeder selbst entscheiden. Ich erfreue mich jedenfalls an Nummern wie dem herausragenden “Asanebo” von John Tejada oder Steve Bugs “Smackman” auf CD 2, die wieder einmal als gemixte Bonus-CD daherkommt, für die sich diesmal erneut Martin Landsky verantwortlich zeigt. Für mich persönlich zwar die bisher schwächste Poker-Flat-Compilation, aber selber hören macht ja bekanntlich klug. [4/6] Sanomat

Anspieltipps:
John Tejada - Asanebo
Steve Bug - The Smackman
Martin Landsky - 1000 Miles

Zum zweiten Geburtstag der dreckigen Bande schmeißen Owner James Flavour und Break 3000 eine Compilation in die Runde, die einen umfangreichen Über- und Einblick in das bisherige Schaffen des Labels gibt. Soundmäßig weiß man selbstverständlich, was einen erwartet - gefälligen und ungemein funktionellen Minimal Tech-House von Haudegen wie James Flavour, Tigerskin, Prudo, Adultnapper, Martinez, Sasse und natürlich auch der Crew selbst. Da groovt und knarzt es, Melodien treffen auf knackige Acidlines und selbst Band-Feeling darf bei Mashes “Dreech” aufkommen. Da hört man doch gerne hin. Als besonderes Bonbon haben die Herren Flavour und 3000 gleich acht exklusive Tracks gesammelt, die man erstmals auf dieser Compilation zu Ohr bekommt. Sehr kurzweilige Zusammenstellung und ideal geeignet, um einen richtig lahmen Partyabend elegant in die Gänge zu bringen. Empfehlung! [5/6] Sanomat

Anspieltipps:
Prudo - Ancora No (Spirit Catcher Remix)
James Flavour - Da Ride (Jimpster Remix)
Mash - Dreech

Folgende Geschichte ist frei erfunden: Herr Stanton sitzt zu Hause und denkt sich: “Mensch, jetzt hab ich schon so ne tolle Sache wie Final Scratch erfunden, warum bring ich nicht mal ne Mix-CD raus? Am besten, ich lass mir mal von irgendner kompetenten Zeitschrift unter die Arme greifen. Was gibts denn da… hmm… Raveline…? Ach nee komm, ich ruf mal bei der Sub Culture an.” Ein Telefonat und zwei Postsendungen später haben die DJs Gimbel und Leucht jeder ein feistes Hardwarebundle im Studio stehen sowie einen von Herrn Stanton persönlich überreichten Persilschein, alles vermixen zu dürfen, was momentan so angesagt ist. Dementsprechend attraktiv ist dann auch die Trackauswahl, alle Artists, die in letzter Zeit im Tech-House-Business so auf sich aufmerksam gemacht haben, findet man hier wieder – Landsky, Chardronnet, Tiefschwarz, Dahlbäck, Tejada, Oxia, Booka Shade… you name it. Auch das Mixing ist erwartungsgemäß fehlerfrei, Beatmatch-Software sei Dank. Am Ende freut sich dann auch Herr Stanton über die zwei hittigen Silberscheiben, die ZYX ab sofort für den geneigten Gelegenheits-Technofreund bereithält und setzt sich am Ende einer langen Woche wieder zufrieden in seinen Sessel. Hurra! [5/6] Sanomat

Anspieltipps:
Martin Landsky – 1000 Miles
Cosmic Sandwich – Man in a Box (Chardronnet Remix)
H-Man - Manga (Oxia Remix)

Dienstag, 11:34 Uhr, Raveline-Redaktion Datteln. Herr Sanomat sitzt nichtsahnend vor seinem Rechner und surft heimlich privat im Internet, als nach der X-ten Klickerklacker-12″ plötzlich eine CD eingelegt wird. Schmoov gehts los, Ohren werden von Durchzug wieder auf Empfang gestellt – atmosphärisch, trotzdem funky und treibend – klasse! Was ist das? Crosstown Rebels Compilation? Gemixt von Damian Lazarus? Schick, schick. Gleich der erste Track, das bisher unveröffentlichte “City Boy” der schwedischen Formation Minilogue packt mich sofort und würde mich prinzipiell zu einem Druck auf die Repeat-Taste verleiten, wenn denn nicht noch so viel gutes Zeug mehr von Lazarus zusammengestellt worden wäre. Presslaboys, André Kraml, Frankie Flowerz, Kiki & Silversurfer, Jennifer Cardini, Pier Bucci im Eulberg Remix – alles da, was bei Crosstown Rebels irgendwann mal relevant war und natürlich immer noch ist. Ich gehe mit dem Begriff “Lieblingsplatte” in letzter Zeit ja wirklich etwas inflationär um, aber diese CD dreht sich nun auch schon einige Zeit in meinem heimischen Abspielgerät und ich kann wirklich nur sagen: tolle Zusammenstellung, perfekt gemixt, kurzweilig und doch nachhaltig. Unbedingt anhören. [6/6] Sanomat

Anspieltipps:
Minilogue – City Boy
Matt Tolfrey & Craig Sylvester – Acix
Pier Bucci – L´Nuit (Dominik Eulberg Remix)

Jörg Burger alias The Modernist darf die neueste Compilation-Serie des DJ-Kicks-Erfinders Stefan Strüver eröffnen und macht daher seinen großen Plattenschrank auf um jede Menge schicker Dancefloor-Pop-Nummern herauszuziehen, die größtenteils das Zeug haben, sich auch beim Compilation-Käufer zu neuen Lieblingssongs zu entwickeln. “Popular Songs” wirkt dabei wie eine dieser Mix-Cassetten, die man früher für Mädchen aufgenommen hat, mit denen man eigentlich immer mehr machen wollte als nur Eis essen und es dann trotzdem meist nur für den Malaga-Becher gereicht hat. Im Zusammenspiel wirken die Songs von so einlullend und behutsam und sympathisch, dass man irgendwie das Gefühl bekommt, mit dem Modernist befreundet zu sein. Ich prophezeie, dass sich diese Compilation, ähnlich der legendären Kruder&Dorfmeister DJ-Kicks, zur idealen Geste an liebgewonnene Menschen mausern und im Laufe der Zeit in endlos vielen CD-Playern zu finden sein wird. Eine CD wie eine Umarmung. [6/6] Sanomat

Anspieltipps:
D´ntel - This is the Dream of Evan and Chan (Superpitcher Mix)
Erlend Oye - Ghost Train
Ada - Livedriver

Stefan Gubatz

Harthouse - Electronic Injection (Harthouse)

Dass ich das noch erleben darf! Nicht nur das altbekannte und so vertraute Artwork der Compilation erhascht auf einen Schlag meine komplette Aufmerksamkeit, sondern auch das gelungene Tracklisting, das konsequent den damals so angesagten und hochqualitativen Sound des Traditionslabels in die heutige Zeit transferiert, tut seinen Teil dazu. Es steht nicht nur Harthouse drauf, es ist auch Harthouse drin! Zu den alten Heroen Hardfloor und dem Dritten Raum muss man ja schon gar nichts mehr sagen, neu im Rooster werden zudem Acts wie Extrawelt, Özgür Can, Zoo Brazil, Joel Mull, Stanny Franssen, Terence Fixmer, Gui Boratto und mehr begrüßt, die allesamt da weitermachen, wo Harthouse irgendwann mal aufgehört hat - mal technoid, mal etwas minimaler oder auch derbe ravig, siehe Human Resource´s “Dominator” im Hell Remix. Insgesamt höchst gelungen und voll auf der Höhe der Zeit. Ganz klar volle Punktzahl und eine große Empfehlung für diesen Monat. [6/6] Sanomat

Anspieltipps:
Human Resource - Dominator (Hell Remix)
Stanny Franssen - Black isn´t Everything
Der Dritte Raum - Paradise.Merged

Stefan Gubatz

Summership Vol. 1 (ZYX)

Ich weiß nicht, wie viele ZYX-CDs ich aufzählen kann, bei denen ich mir wirklich an den Kopf gefasst habe, wie wenig Fingerspitzengefühl eine Plattenfirma in der Zusammenstellung ihrer Compilation-Tracks nur haben kann. Und auch bei der Summership war ich eingangs enorm skeptisch, was für obskure Titel ihren Weg auf die zwei Silberlinge gefunden haben, aber nach kurzem Überfliegen der Tracklist muss ich sagen: Alle Achtung! Alles, was zur Zeit Rang und Namen im elektronischen Musikzirkus hat, findet sich auf dieser Kopplung wieder. Villalobos, Andersson, Eulberg, Ananda, Dahlbäck, Bug, Özer, Tresher… you name it, alle sind sie da. Ideal für den CD-DJ ist hierbei auch die Tatsache, dass die Tracks ungemixt und (bis auf Villalobos´ Belle Epoque) in voller Länge vorhanden sind. Sehr gelungen und als momentanes Standardwerk uneingeschränkt zu empfehlen. [6/6] Sanomat

Stefan Gubatz

Tobi Neumann in the Mix (Cocoon)

Mein lieber Tobi Neumann! Ich mag dich und viele deiner Mixe ja wirklich, aber sag doch mal deinen Kumpels bei Cocoon, dass ihre Promo-CDs schlimmer aussehen, als die Raubkopien, die der Typ zwei Straßen weiter so in den Umlauf bringt. Und die haben wenigstens separate Tracks. Außerdem hätte ich mir n bisschen mehr Infos als ne halb ausgedruckte Tracklist zu deiner neuen Mix-CD gewünscht. Aber weil ich gerade so gut gestimmt bin, sag ich dir trotzdem, dass mir der Mix - zumindest ab dem zweiten Drittel doch ganz gut gefällt. Der Anfang ist für meinen Geschmack zwar viel zu wischi-waschi-klicker-klacker und teilweise wirklich belanglos, doch spätestens bei Anja Schneiders “Rancho Relaxo” im Jennifer (ja ist es denn die Cardini?)-Remix und den folgenden Tracks von Tobias und Alex Under stellt sich langsam ein Lächeln bei mir ein. Also: durchaus in Ordnung und gegen Ende wirklich stark, aber mit einigen Abzügen in der B-Note. [4/6] Sanomat

Ich freue mich ja immer über Hacker-Mixes. Nicht aus dem Grund, weil man immer wieder aufs neue überrascht wird - ganz im Gegenteil, aber immerhin kann man vorher schon erahnen, was einen erwartet und das ist auch bei dieser Mix-Compilation der Fall. In einer wirklich gut gemixten 1-Take-Session (worauf Michel Amato, so Hackers bürgerlicher Name, besonders Wert legt: “No Computer, No Editing”) versammelt er seine Favourites aus Techno, Electro, Italo Disco und EBM von Artists wie Liaisons Dangereuses, Model 500, GTO oder auch aus eigener Produktion. Ziemlich düstere Mischung somit, aber das ist ja gerade der Grund, warum Fans und solche die es werden wollen immer wieder auf Hacker-Produktionen und Mixes zurückgreifen. Gelungen. [5/6] Sanomat

Zum 100. Release des Labels hat man im Hause Klang ein wirklich attraktives Paket geschnürt. In diesem Doppelpack, bestehend aus Audio-CD und DVD mit eigens von Studenten der Hochschule für Gestaltung Offenbach produzierten Videos zu den Audio-Tracks, findet man einen gelungenen Querschnitt durch den Backkatalog des Klang-Labels, wobei weniger auf das Zusammentragen der größten Hits, sondern auf tolle und oft sperrige Musik mit Charakter Wert gelegt wurde. Kompiliert wurde das ganze übrigens von Roman Flügel und Jörn Elling Wuttke, die auch einen großen Teil der Tracks stellen, ob als Alter Ego oder in zwei Sensorama-Remixen. Die Videos auf der DVD unterstützen den positiven Gesamteindruck noch, obwohl hier die großen Überraschungen fehlen. Trotzdem alles in allem eine sehr empfehlenswerte Zusammenstellung. [6/6] Sanomat

Stefan Gubatz

PM Comp 001 (Playmate Music)

Auf acht Tracks verteilt versammelt sich die Kiddaz.FM Posse, um auf dieser Compilation zu zeigen, was sie alles kann, bzw. vielleicht auch nicht kann. Denn die meisten der hier enthaltenen Tracks reißen mich leider nicht wirklich vom sprichwörtlichen Hocker, sind die Nummern doch größtenteils recht einfach und - man möge mir verzeihen - zu oft nach Schema F produziert. Minimal Techno hin oder her, ein bisschen wollen meine Synapsen aber doch stimuliert werden; leider plätschern viele Stücke nur sehr unmotiviert herum und wollen partout nicht in Ohr und Gedächtnis hängen bleiben. Immerhin ragen hier und da einzelne Tracks heraus und führen die Compilation doch noch ein bisschen aus dem Bereich der Mittelmäßigkeit weg. Als positives Beispiel sollen die Tracks der Herren ND, Niekisch und Hermann (aka Trick & Cubic) sowie DJ Emerson stehen, die mir immerhin ein kleines, dann aber auch wohliges Lächeln auf die Lippen zaubern. Nungut. (3/6) Sanomat

Anspieltipps:
ND - Beauty Free
Niekisch & Hermann - Taiga Disco
DJ Emerson - Cavity

Es ist schon wieder ein Jahr vergangen und somit auch Zeit für die neue, mittlerweile fünfte Ausgabe der “Interkontinental”-Compilation-Serie aus dem Hause Traum Schallplatten. Diese erscheint zeitgleich sowohl auf Vinyl als auch auf CD, wobei die Tracks auf dem Silberling erstmals von Labelchef Riley Reinhold in einem zuckersüßen DJ-Mix nahtlos zusammengefügt wurden. Und gleich vom ersten Track nach dem Intro, dem herrlich schunkel-groovenden “Ghostrider” von Lars Wickinger, wird man so liebevoll in die Arme genommen und bekommt eine interessante Geschichte aus Trance und Technofunk, ja sogar mit stellenweise leichten Goa-Anleihen erzählt, dass man bis zum Ende gar nicht mehr gehen will. Auf der CD-Version der Compilation gibts außerdem eine kleine Animation von Yvette Klein zu sehen, die zwar nicht sonderlich spektakulär ist, aber als nette Dreingabe immer gerne genommen wird. Rundum nett. (5/6) Sanomat

Anspieltipps:
Lars Wickinger - Ghostrider
Adam Kroll - Stalker
R.Reinhold & E. Geller - Men on Earth

Stefan Gubatz

Frank Lorber In The Mix (Cocoon)

Frank Lorber hat sich an die Plattenspieler gestellt und eine neue Mix-Compilation für Cocoon aufgenommen. Auf insgesamt 13 Tracks gibts eine illustre Ansammlung von momentan aktuellen und State-of-the-Art-Minimal-Tracks von Fusiphorm, Raudive oder Heartthrob, die sich nicht damit zufrieden geben, ab und zu den ein oder anderen reduzierten Effektsound zum besten zu geben, sondern die Aufgabe, die sich Lorber selbst gestellt hat heißt: rock on, mein Lieber! So gibts über die komplette Spielzeit eine Bombe nach der anderen und nach Füllern sucht man vergebens. Lediglich der Tiefgang bleibt etwas auf der Strecke, befinden sich doch alle Tracks in etwa auf der gleichen Augenhöhe und die einzige Nummer, die wirklich als deep zu bezeichnen wäre, ist der hervorragende Carl Craig Remix von Theo Parrishs “Falling Up”, die den Mix eröffnet. Trotzdem werden sich alle Freunde der minimalen Klänge bestens mit der CD zurechtfinden und sich jetzt schon mal einen Platz im Regal freihalten. (4/6) Sanomat

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