Sep 12th, 2007
Boris Brejcha - Die Maschinen sind gestrandet (Harthouse Digital 004)
Mensch Harthouse, was macht ihr für Sachen? Da hat man mit Boris Brejcha wirklich eines der hoffnungsvollsten Talente an der Hand, der bereits letzten Monat für allerlei erstaunte Gesichter in der Raveline-Redaktion und bestimmt auch anderswo gesorgt hat – und dann veröffentlicht man sein erstes Album, das gespickt ist mit allerlei Überraschungsmomenten, derb groovenden und knarzigen Sequenzen, Soundexperimenten und einfach kickenden Tracks ALS MP3 ONLY?? Ich versteh es nicht. Bereits “Who Is Your Man” (HH17) und Brejchas Remix von Zoo Brazils “Stars In Your Eyes” (HH16) bringen wahrscheinlich nicht nur meine Plattennadeln seit einiger Zeit zum Glühen, da schreien die Tracks dieses 16 Stücke dauernden Albums doch geradezu nach Clubeinsatz per schwarzer Scheibe! Mit einem derartig gelungenen Album gebührt Brejcha einfach eine breite Aufmerksamkeit, die sich durch ein reines mp3-Release doch gar nicht erreichen lässt. Bleibt also zu hoffen, dass sämtliche DJs dieses Planeten von jetzt auf gleich auf digitales Mixing umsteigen, denn dieses Album muss einfach dort hin, wo es hin gehört: in den Club! Ich sehe schon enorme Verkaufssprünge bei Traktor, Serato und Co. (6/6) Sanomat
richtig!!
Ich hätte das Album auch gerne auf Vinyl,
zumal:
Schon von der großartigen Compilation “Active Agent” wurden nur um die 500 Vinyls schnell rausgebracht und bisher in keiner zweiten Auflage herausgebracht,
nein,
es gibt sie sogar legal bei einem Portal zum kostenfreien, werbefinanzierten Download;
ja toll, ich will aber keine Grabbel-Qualität mit 192kbit/sec. im Club hören,
sondern den Acid-Shit direkt mit Vinyl mixen!
Traktor und Co. haben derzeit durch Portale wie Beatport, junodownload, musicload und co. genug Zulauf,
warum also sich alteingesessene Verdienstmöglichkeiten wie das “Schwarze Gold” (Vinyl) sich verwehren,
liebe Marketingmenschen von Harthouse Mannheim?